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Fleiße und der alten Treue fortgesetzt, freilich mit dem Unterschiede, daß wir von nun an meist nur Giuseppo im fremden Dienste stehen, Margarita dagegen mehr daheim, besonders im Garten beschäftigt sehen, der, wie Martino vorausgesagt hatte, eine nicht unansehnliche Erwerbsquelle für sie ward, darum aber auch eine sorgsame Pflege erhielt. Wer in den Garten trat, erkannte gar bald, wie die Hausfrau es verstand, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden. „Das Nützliche müssen arme Leute vorzugsweise im Auge behalten," pflegte Margarita zu sagen, „unser Garten darf daher kein bloßer Lustgarten sein, er muß so nutzbar wie möglich angelegt werden ; doch darf der Arme auch nicht ganz leer an Freuden sein; er muß auch eine kleine Augenweide haben und sich ergötzen an der Pracht und an dem Duft der lieblichen Blumen." — Wenn daher der Garten nicht durch einen breiten Kreuzweg in vier gleiche Theile getheilt wurde und an dessen Umfriedung ebenfalls keine Wege herliefen — das wäre in den Augen beider Ehcleute Verschwendung des ergiebigen Gartenlandes gewesen — so zog sich doch ein schmaler Weg durch die Mitte des Gartens hindurch, der ihn in zwei gleiche Hälften theilte, und der Sanin des angränzenden Landes war rechts und links bald mit Federröschen, bald mit Maöliebchen, bald mit Primeln eingefaßt und in abgemessenen Zwischenräumen standen verschiedene Rosenarten, welche Giuseppo zu kleinen Bäumchen heranzog, damit die Ansschläge nicht zu viel Raum in Anspruch nähmen. Eigentliche Blumenrabatten durchzogen also nicht den Garten, wohl aber waren zwei schmale Länder zur Blumenzucht bestimmt; sie lagen oben, wo der Garten seinen Anfang nahm, links und rechts vom Wege, und es war dafür gesorgt, daß hier vom Frühjahre an bis in den Herbst hinein stets

