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und einen geistigen zugleich, einen irdischen und himmlischen. Möchten doch alle Mütter und mit den Müttern alle Vater von unserer Gärtnerin, der frommen Margarita eS lernen, wie leicht ein solcher Segen zu gewinnen ist. Nähmen sich die Eltern nur die Zeit dazu — und wahrlich, ich sollte meinen, Tausende hätten bei weitem mehr Zeit dazu als die arme Tag- löhnerin zu Vclletri — dann würden sie die Freude erleben, Kinder zu besitzen, deren schönster Jngendschmuck ein frommer Sinn ist, der sich schon frühe in seiner Kraft zeigt, in der kindlichen Ehrfurcht vor Gott dem himmlischen Vater, den sie im Auge behalten und im Herzen tragen und darum in keine Sünde willigen noch thun wider Gottes Gebot, und namentlich den Gehorsam gegen Gottes Gebot damit beweisen, daß sie Vater und Mutter ehren, daß sie Unterthan sind in allen Stücken ihren leiblichen Eltern.
Unter Gebet und Arbeit gingen für Vater, Mutter und Kind drei Jahre schnell dahin, ohne daß sich etwas besonders Merkwürdiges in ihrem kleinen Familienkreise zugetragen hätte. Ein Werktag glich dem andern, ein Sonn- und Festtag dem andern. Mit Gott wurde jeder Tag begonnen, mit Gott durchlebt, mit Gott beendigt. Die Tage der Woche waren eine Fortsetzung des Tags des Herrn, also ihr Leben war, was es sein soll, ein ununterbrochener Gottesdienst. Was insbesondere die Erziehung Antonio's betrifft, so ging der sehnlichste Wunsch der Eltern, der in jener Stunde, da ihr Kind das Licht der Welt erblickte,' laut wurde, in Erfüllung. Der allgütige Gott erhielt den Eltern das Kind frisch und gesund an Leib und Seele, es nahm zu wie au Alter so an Gottesfurcht, diese wahre Weisheit, und Vater und Mutter, und Freunde und Bekannte hatten Freude an ihm und es war nicht daran zu

