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als wenn der Engel des Todes an dem Häuschen vor der Stadt vorübergehen wolle und die fromme Taglöhnersfamilie verschonen werde. Es schien nur so^
Eines Morgens fühlte sich Antonio unwohl. Er konnte sich nicht von seinem Lager erheben. Alle Anzeigen seines Unwohlseins wiesen darauf hin, daß auch er von dem Odem des bösartigen Fiebers angeweht sei. Mehrere Tage lag der Knabe bewußtlos da »nd seine Eltern fürchteten den schlimmsten Aus- gang. Margarita wich nicht von seinem Lager; Tag und Nacht wachte die Mutter bei dem todtkranken Kinde und betete unablässig zu Gott für die Erhaltung seines Lebens. — Der barmherzige Gott erhörte ihre Bitte. Antonio genas. — Die Angst und Sorge aber hatte der Mutter Gesundheit erschüttert, das ununterbrochene Wachen ihre Kräfte geschwächt. Als für Antonio die Gefahr verschwunden war, da erkrankte Margarita. Jetzt erforderte es die Pflicht, daß Giuseppo, der bisher dem Verdienste nachgehen konnte und mußte, die Pflege seines Weibes und seines Kindes übernahm. Margarita erholte sich indessen schneller als man es erwarten konnte. Nach wenigen Tagen war sie sogar im Stande wieder ihren häuslichen Geschäften nachzugehen. Da aber löste ihr Mann sie ab — und ach! — er legte sich nieder, um nie mehr wieder aufzustehen. — Das Krankenlager ward ihm zum Sterbebette.
Das war ein harter Schlag, der Margarita und Antonio traf. Das Weib saß wie vernichtet neben der Leiche ihres Mannes. Sie hatte im ersten Augenblicke nicht einmal Thränen, um so nachtheiliger mußte der Schmerz, den sie empfand, auf sie wirken; ja, es war ihr, als wenn ihr das Herz brechen wolle. Wie gelähmt saß sie da, starr blickte sie vor sich hin; nicht ein Ton der Klage, nicht ein Seufzer ward laut auf ihren
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