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und den Menschen nicht läßt versucht werden über sein Vermögen , der ihm wohl eine Last auferlegt, sie ihm aber auch tragen hilft.
„Mein Kind sei ruhig!" sprach sie zu Antonio, der noch an ihrer Brust lag und schluchzte, „sieh', ich bin ja auch still; der liebe Gott meint es doch gut mit uns, wenn er auch Schmerz und Trübsal über uns kommen läßt; er wird uns nicht verlassen, wenn er auch den guten Vater n»S genommen bat. — Sich' doch, wie die Sonne so freundlich in unser Zimmer hereinleuchtet, wie sie dort glänzt am heiteren Himmel! —■ Siehst Du, in diesem Himmel lebt jetzt dein guter Vater, und da kommen wir auch einmal hin, wenn wir recht gut werden und fromm leben, und dann sehen wir ihn wieder und werden nie mehr von ihm getrennt!" —
Und Antonio hörte auf das Wort der Mutter und glaubte ihr und ließ sich trösten von ihr und er hörte auf zu weinen und zu schluchzen.
„Das ist auch ein großer Trost, den wir haben," bemerkte Tivolani, „was bleibt uns Anderes übrig als an ihm festzuhalten. Ach! Ihr seid es nicht allein, die ein so schweres Schicksal getroffen hat; Antonio, du hast doch »och deine Mutter, wie manches Kind in der Stadt hat aber Vater und Mutter verloren, und dir Margarita hat doch Gott die Bitte gewährt, hat Antonio errettet aus der Todesgefahr — und Antonio ist ein gutes frommes Kind und mit Gottes Hülfe wird er groß, du wirst an ihm große Freude erleben und in den Tagen des Alters an ihm eine kräftige Stütze haben."
„Ach, Mutter," sprach da Antonio wieder mit bewegter Stimme, „ich will ja so fromm werden wie der Vater und dann komme ich wieder zu ihm und will so fleißig sein wie er

