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war und dann werden wir auch zu leben haben." — Und dem trauernden Herzen der Mutter that wohl die Rede des Kindes und sie dankte Gott für den Trost, den er ihr indem Kinde gewahre, das er am Leben erhalten habe.
„Aber nun kommt mit mir, Ihr Lieben," sprach Tivolani, „hier kann doch nicht weiter Eures Bleibens sein; kommt mit mir nach meiner Wohnung und laßt mich für Alles sorgen, was jetzt geschehen muß," und er nahm Margarita, welche Antonio führte, bei der Hand und sie gingen trauernden Schrittes in die Stadt
Auf dem Friedhofe reihete sich an die vielen Gräber, in denen die Opfer der verheerenden Krankheit schlummerten, ein neues; unter seinem Hügel ruhcte Giuscppo aus von seinem mühevollen, arbeitsschweren Leben. Doch wohl ihm, sein Geist ging zu Gott und seine Werke folgten ihm nach, denn sie waren in Gott gethan. Wenn einer unter den Todten selig war, so war er es, denn er hatte in dem Herrn gelebt und war in dem Herrn gestorben.
Mit dem Tode Giuseppo's war aber das Maaß der Leiden für Margarita und Antonio noch nicht voll. Die Stätte, welche für die fromme Taglöhnersfamilie ein Garten Gottes gewesen, in welchem sie einen Himmel auf Erden durchlebt hatte, sollte für die Wittwe und ihren Sohn eine Stätte noch größerer Leiden werden; das freundliche Haus, aus dem ein Sterbe- und Trauerhaus geworden war, sollte sich verwandeln in eine Hütte bitterer Armuth und unsäglichen Elendes.

