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befunden worden war. An ihn hatte sich zuletzt noch allein die Hoffnung geknüpft, daß ihr und ihres seligen Mannes sehnlichster Wunsch doch wohl noch erfüllt werden und Antonio bei ihm das Tischlerhandwerk erlernen könnte. Dabei dachte die Wittwe besonders daran, daß Tivolani dem vaterlosen Waisen nicht nur ein gewissenhafter Lehrmeister, sondern auch in jeder Hinsicht ein väterlicher Freund sein werde. Der Mensch denkt und Gott lenkt!

Wie erwähnt worden ist, war Tivolani das letzte Opfer des bösartigen Nervenfiebcrs. Nach dem gänzlichen Ver- schwinden desselben wurde dem Herrn, der sich der Stadt er­barmte und sie von diesem Uebel erlösete, ein Dankfest gefeiert. Aus der Kirche wallfahrtete man nach dem Friedhofe, der Ruhe­stätte der Entschlafenen, um auch dort für deren Seelen zu beten. Vor den Blicken der Lebenden breitete sich ein großes Lcichenseld aus; in den vielen Reihen der Grabhügel schlum­merten über Dreihundert den Todesschlaf. Auch Margarita sah man mit ihrem Knaben an jenem Tage an drei Gräbern knicen. Es war das Grab Ginseppos des treuen Gatten und des guten Vaters, das Grab Tivolani's, der diesem znr Seite rnhete, und das Grab des unvergeßlichen Freundes Martino, welche sie aufgesucht halten, um Frieden ihrer Asche und Gottes­gnade um des Himmels Seligkeit für die verklärten Seelen zu erflehen, die sich über die Gräber deS Todes aufgeschwungen hatten.

Unter der großen Menge, welche die Ruhestätte betreten hatten, waren aber nicht Wenige, welche bald den beweinten Lieben nachfolgen sollten. Die Krankheit hielt noch eine Nach- erndte. Mancher der von ihr genesen war, fühlte doch in sich das innerste Lebensmark erschüttert; die frühere Kraft kehrte nicht wieder zurück; langsam welkte Mancher dahin bis zuletzt