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der schwache Lebensfunke gänzlich erlosch. Dieses Loos traf besonders die ärmere Classe des Volkes, welche- nicht die Mittel besaß, der geschwächten Natur, zu Hülfe zu komme», sie durch bessere Nahrungsmittel zu stärken und dadurch den nach- thciligen Folgen der überstandenen Krankheit zu begegnen. Dazu fehlt dem Schwachgewordencn die Ruhe; die Noth des Lebens rief zur Arbeit; an Erholung war nicht zu denken und die gesunkenen Kräfte mußten zuletzt sich aufreiben. Mancher Arme war daher glücklich zu preisen, daß er baldigst von aller Lcbcnsnoth und allen Erdenlciden durch den Tod erlöst wurde. An wessen Hütte der Engel dcS Todes vorüber ging, der sah einem gar traurigen Geschicke entgegen. Mit vielen Armen theilte Giuseppo'S hinterlassene Wittwe ein solches Geschick. Wir gedenken jener Stunde, wo Margarita, die sich gegen Erwarten so bald wieder von dem Krankenlager erhob, von dem harten Schlage getroffen wurde, wo der Tod das Band löste, das sie mit ihrem theuren Lebensgenossen verbunden hatte. Die heftige Gemüthsbewegung halte nicht nur ihre Glieder, wie wir sahen, gelähmt, sie hatte auch ihr Her; berührt. Wohl ermannte sie sich wieder, nahm alle ihre Kräfte zusammen, als sie die Stimme ihres Kindes vernahm, das nach der Mutter verlangte, aber von da an empfand sie einen Schmerz in der Gegend des Herzens, der nimmer verschwunden ist. Ihre Gemüthsheiterkeit war dahin und ihre frühere Lebenskraft aus immer gebrochen.
Wer von nun au Margarita auf ihren Gängen znr Arbeit begegnete, wenn sie zur Stadt oder auf das Feld ging, oder bei der Arbeit selbst beobachtete, wenn er sie in fremden Diensten stehen oder in ihrem Garten beschäftigt sah, der hatte sie kaum wieder erkannt, der konnte sie nicht ansehen, ohne das

