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aufgeschlossen und ein sauererworbenes Geldstück nach dem andern wurde für's tägliche Brod hingegeben.
Das folgende Jahr brachte noch größere Noth in's Tag- löhncrhänschcn. - Das Herzübel, woran Margarita litt, hatte zugenommen. Der Schmerz in der Gegend des Herzens war nicht nur empfindlicher geworden, er hatte sich auch weiter ausgebreitet, hatte die ganze Brust eingenommen. Sie war fast ganz arbeitsunfähig geworden. Man sah sie des Tags nur einzelne Stunden im Garten arbeiten. Später vermochte sie hier nichts mehr zu thun. Sie kam nur um Antonio zu dieser oder jener Arbeit Anleitung zu geben um bei dessen Arbeit die Aufsicht zu führen, bis ihr auch dies nicht mehr möglich war weil sie von Tag zu Tag schwächer wurde und bei jedem Bcr- suche, aus ihrem Häuschen herauszutreten, sie befürchten mußte, umzusinken, da selbst ein Stock, zu dem sie zuletzt ihre Zuflucht genommen hatte, ihr keinen zuverlässigen Dienst mehr leistete.
So lange es ihr iu>d) möglich war, schlich die arme Wittwe jetzt nur noch im Hause herum, um die nöthigsten häuslichen Geschäfte auszuführen, wozu der Rest ihrer Kräfte eben noch hinreichte. Mit der einen Hand hielt sie sich am Stuhle, an dem Tische, an den Wänden, mit der andern Hand stützte sie sich auf den Stock. So kam Sie langsam vorwärts; so ging sie zur Küche, »m das kärgliche Mahl zuzubereiten, so ging sie im Zimmer herum, um Ordnung und Reinlichkeit zu handhaben. Alle übrigen Geschäfte, welche eine größere Anstrengung erforderten, hatte längst schon ihr Antonio übernommen. Er machte das gemeinschaftliche Lager znrccht, kehrte die Stube, spaltete Holz, holte Wasser, machte Feuer an, besorgte den Garten, ging zur Stadt, um die nothwendigsten Lebensmittel zu kaufen

