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oft zu großem Reichthum gelangen. Die Leidenszcit ihrer Mitmenschen ist für sie eine wahre Erndtezeit; wie das Sprüch- wort sagt: „Es blüht ihr Waizen," und setzen wir hinzu er blüht nicht nur, er bringt auch reichliche Früchte. Zu diesen Menschen gehören namentlich die Leute, welche vor aller Welt, gebrandmarkt dastehen durch den Namen „Wucherer," den sie an ihrer Stirne tragen. Die Noth ihrer Brüder nennen sie willkommen. Für ein geringes Darlehen nehmen sie doppelte Zinsen, und wissen noch außerdem die bedrängte Lage des Nächsten so zu ihrem Vortheile zu benutzen, daß dieser zuletzt über kurz oder lang an den Bettelstab kommt. Daß, wer Güter hat, dem Nächsten leihen und somit ein Werk der Barmherzigkeit thun soll, wie die Schrift sagt, daran denken solche Leute nicht; sie denken eben nur an sich und nicht an das, was des Andern ist. Was kümmert sie es, daß schon vor tausend und tausend Jahren das Gebot gegeben wurde: Du sollst von deinem Nächsten nicht Wucher nehmen, noch Uebersatz, sondern sollst dich vor deinem Gott fürchten, auf daß dein Bruder neben dir leben könne. — Für sie gibt es gar kein Gebot; das ganze Gesetz Gottes ist umsonst für sie geschrieben. Auf ein anderes Gesetz achten sie, auf das Gesetz des Fleisches, das heißt nimm was du kriegen kannst; sammle dir Güter der Erde, davon sich leben läßt herrlich und in Freuden. — Der Mammon der Erde ist der Götze, den sie anbeten und nicht selten der Bauch ihr Gott, dem sie dienen.
Schon vor und zu Moses Zeiten hat es solche Menschen gegeben, und noch heute gibt es solche, und auch zu Bclletri gab es deren. Es sind für unser Geschlecht die Vampyre in Menschengestalt. Ein bezeichnender Name für solche Unmenschen. Lies nur, mein lieber Leser, was in der Naturgeschichte von

