2
die andern gerade so viel, alö ein Stock, dem man das Wort gönnt.
Da ging der Schulmeister an dem Garten vorüber, darin die Knaben standen. Und wie gut wäre es für sie gewesen, hätte er über die Hecke hineingerufen: „Buben, geht mit mir!" und wäre dann mit ihnen dahin oder dorthin gegangen, und hätte eine schöne Geschichte vorgelesen unter dem großen Birnbaum vor dem Dorf, oder ihnen gezeigt, wo die Spitz- und Stock-Morgeln zu finden seien im Fichtenwald, oder mit ihnen den kahlen Hochriegel erstiegen, wo noch Spuren von Mauer und Burggraben sind und von jedem Tanz der Elfen um Mitternacht ein dunkelgrüner Ring aus dem kurzen Wasen zurückbleibt.
Aber der Schulmeister ging an dem Garten vorüber, und rief die Buben nicht an. Und die Jungen gingen auseinander vor Langerweile, wie die Dauben einer leeren Tonne im Keller, welche nicht wisse», was sie länger bei einander thun sollen, der eine dahin, und der andere dorthin, und der dritte wieder anderswohin.
Der Michel ging mit seiner Langenweile in den Hos der Post, und sah, die Hände unter seinem Hosenträger, zu, wie die Eilwagen kamen und gingen, wie die Reisenden mit ihren kuriosen Mützen und Socken aus- und einstiegen und wie die Federbüsche der Postkuechte auf die glänzigen Hüte herabfielen, wie die schlanken Hängbirken im Wald auf die niedern Buchen. Auch ging er anderweitig nicht leer aus. Denn ein Knecht, dem unterwegs eine Roßdecke verloren gegangen war, schickte ihn danach und beschenkte ihn mit einem Kreuzer, als er sie gesunde» und wiedergebracht hatte, und von einem Herrn auf den, Postwagen, für den er

