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Wochen daheim liegen, und trug doch ein kurzes Bein davon. Es war jämmerlich anzusehen, als er bei seinem ersten Aus­gang hinter dem Sarge seiner Mutter her hinkte, die unter der Sorge um ihn vollends zusammengebrochen war. Von ihrem Grabe knappte er wieder in die Post und dort von nun an das Gnadenbrod.

Die Sommernächte brachte er auf dem Heuboden zu, und im Winter blieb er auf der Bank in der Gaststube lie­gen oder legte sich im Stall in das Bett des Postknechts, der den Nachtwagen zu fahren hatte. Die Hemden und Kleider, die im Hause abgelegt wurden, gingen an ihm vollends der Papiermühle entgegen, und was er an Essen und Trinken brauchte, das ließen die Gäste in ihre» Krugen und die Dienstboten in ihren Schüsseln stehen, die fetten Brocken ungerechnet, die an ihn kamen, wenn Kirchweih gefeiert, oder Hochzeit gehalten, oder an andern Tagen ein Gastmahl gegeben wurde. Mit einem Worte, Michel lebte mit seinem lahmen Fuß, wie die Mistel auf dem großen Apfelbaum, als ungeladener Gast, und doch geduldet. Und da er so ehrlich war, wie der alte Haushund, so stunden ihm auch alle Thüren offen, und die Posthalterin sagte öfter als einmal zu ihm:Michel, gehe hinauf in die Obstkam­mer, und suche aus, was faul ist," oder:Geh' in die Erker­stube und hole den Kindern Zwetschgen und Nüsse." Auch hatte er einen Titel, der bis auf ein Geringes fast eben so lautete, wie Postmeister oder Posthalter und dergleichen; denn er hieß im Dorf und in der Umgegend nicht mehr anders, alsder Postmichel".

Aber auf einmal nach acht oder zehn Jahren hieß es, der Michel sei lausig geworden, und von nun an konnte er in