Spazierstock. Auf dem Anstand aber war sie so gut als das Gewehr, daö der Förster auf dein Rücken durch das Dorf trug, wenn er früh ausging oder Abends wieder heim­kam. Und damit begab er sich eines AbendS, bevor er bei dem Schuster am Bach wieder Arbeit genommen hatte, in das Leibgehcge, wo auf den Eichen die Ringeltauben nisteten, und im klaren Mondschein das Damwild in Rudeln beisam­menstand, und der Hirsch mit zwölf Enden stolz vorüberschritt, wie ein Feldwebel an einem Häuflein Rekruten.

Aber hatte der Adel sein Gewehr nicht recht geschraubt, oder nicht recht geladen, oder hatte ihm der Büchsenmacher in Straßburg vorn Ausschuß gegeben, kurz, es zersprang ihm beim ersten Schuß, den er auf einen feisten Dambock that und zerschmetterte ihm die untere Kinnlade. Mochte ihm auch sonst noch mehr gethan haben. Denn er sank ohn­mächtig hin und blieb liege», bis des andern Tagö früh um 3 Uhr der Förster kam. Der sah ihn in seinem Blute und ließ ihn in das Hirtenhaus tragen.

Der Frieder aber, den wir über den Adel nicht ver­gessen dürfen, begab sich an jenem Sonntag mit seiner Langenweile in das obere Wirthshaus, wo der Huttanz war. Unterwegs schnitt er sich am Bach Weidenzweige, Fingers und Daumens dick, und machte drei Pfeifen draus, von denen immer eine besser ging als die andere, maßen er im Schneiden und Spiele» derselben kunstreicher war, denn alle seine Kameraden. Auf dem Tanzboden aber drückte er sich durch die Burschen und Dirnen und setzte sich in ein Fenster, unter dem ein grüner Fliederbusch war und der Düngerhaufen des Wirthö. Und die Melodien, welche die