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Vetter aber sagte, als sie wieder fort war, zu seiner Base: „Tante, Ihr habt da ein liebliches Mägdlein zur Kammer- jungfer. ES ist Schade, daß sie nicht mehr ist, als das.« Die Tante sagte: „Sie ist eine arme Waise aus Deutschland. Sie ist nicht nur schön, sondern auch verständig, und nicht nur verständig, sondern auch fromm, und ist mir lieb geworden als mein Kind." Kurz, nach etlichen Wochen geschah der Verspruch zwischen Franziska und dem jungen Engländer, und »ach einem Jahr oder etwas darunter kam der Bräutigam wieder, und die Trauung geschah im Hanse der Tante.
Als aber von der Abreise des neuen Ehepaars die Rede war, schaute die junge Frau ihren Gemahl bittend an, daß sie noch einmal in ihrer lieben Hcimath einkehren und das Grab ihrer Mutter besuchen und ihr danken möchte, und daß sie ihre Geschwister und Freunde noch einmal sehen möchte. Also kehrte sie jenes Tages bei ihrem armen Bruder, dem Weber, ein, und als er ihr auf ihre Frage: „Kennst du mich, Heinrich?" keine Antwort gab, sagte sie: „Ich bin Franziska, deine Schwester!« da ließ er vor Bestürzung das Schifflcin auö den Händen fallen, und seine Schwester umarmte ihn. Aber er konnte sich anfänglich nicht recht freuen, weil sie so vornehm geworden war, nnd scheuet« sich vor dem fremden Herrn, ihrem Gemahl, daß sich in seiner Gegenwart der Reichthum und die Armuth so geschwisterlich umarmen und zu einander sagen sollen du, bis er sah, daß sie mit dem Gewände der Armuth nicht die Demuth ausgezogen, und nur ihren Stand geändert hatte, nicht ihr Herz. Nach einigen Tagen aber, als sie alle ihre Verwandten nnd Bekannten besucht hatte, reiste sie mit ihrem Gemahl nach Genua,

