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schießen muß in den langen Zeddel, sieht er doch, wie sein Thun gedeiht. Das Tuch wird glatt und fest, das Werk lobt den Meister, und wenn er inne haltet und eine Prise nimmt, denkt er:Du nährst dich deiner Hände Arbeit, wohl dir, du hast es gut!«

Drittens und endlich," sagt er,versteh' ich darunter Alles, was webet, das heißt alle Menschen. Denn Webern oder Weben heißt so viel, als sich bewegen. In Ihm leben, weben und sind wir. Webe» heißt rührig sein mit den Gliedmaßc», schaffen und arbeiten mit den Händen etwas Gutes."

Folgt daraus, Adjunkt?"

Folgt daraus: Wer die Hände in den Schooß legt und nicht rührig und emsig ist an seiner Arbeit, der kann anck nie recht fröhlich sein, wenn er schon so aussieht. Denn - heißt: Tn machest fröhlich Alles, was webet."

Fragt sich nun drittens, Adjunkt: Warum heißt eS: Beide des Morgens und Abends?"

Sagt der Adjunkt:Weil nicht alle Tageszeiten gleich sind. Habt ihr noch nie geachtet, wann die Schnitter am lustigsten sind? Morgens, wann sie hinausgehe», und Abends, wann sie heimkommen. Oder wann stimmt euer Nachbar, der Schuhmacher, sein Lied an: Süßer Christ, du, du bist meine Wonne? Am Morgen freut er sich, daß es an die lustige Arbeit geht. Er schneidet das Leder zu und zwingt es über den Seist, und die Morgensonne grüßt ihn zwischen dem Kirchthurme hinein und zwischen der Zehntscheuer. Am Abend freut er sich, daß die Arbeit ei» Ende hat und die Ruhe kommt. Der Schuh ist fertig, nett und ohne Tadel,