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danke euch." Das war nicht schön, aber wir sind auch noch nicht am Ende. Ehrlich währt am längsten, und Undank schlägt seinen eigenen Herrn. Der ehrliche Finder, dem es weniger um die hundert Thaler, als um seine unbescholtene Recht- schaffenheit zu thun war, versicherte, daß er daö Päcklein so gesunden habe, wie er es bringe, und es so bringe, wie er es gefunden habe. Am Ende kamen sie vor den Richter. Beide bestanden auch hier noch auf ihrer Behauptung: der Eine, daß achthundert Thaler eingenäht gewesen seien; der Andere, daß er von dem Gefundenen nichts genommen und das Päcklein nicht verfehlt habe. Da war guter Rath theuer. Aber der kluge Richter, der die Ehrlichkeit des Einen und die schlechte Gesinnung des Andern zum Voraus zu ken­nen schien, griff die Sache so an. Er ließ sich von Beiden über das, was sie aussagten, eine feste und feierliche Ber- stcherung gebe», und that hierauf folgende» Ausspruch:Dem­nach, wenn der Eine von euch achthundert Thaler verloren, der Andere aber nur ein Päcklein mit siebenhundert Thaler gefunden hat, so kann auch das Geld des Letzter« nicht das nämliche sein, aus welches der Erstere ein Recht hat. Du, ehrlicher Freund, nimmst also das Geld, welches du gefunden hast, wieder zurück und behältst es in guter Berwahrung, bis der kommt, welcher nur siebenhundert Thaler verloren hat. Und dir da weiß ich keinen Rath, als du geduldest dich, bis derjenige sich meldet, der deine achthundert Thaler findet.« So sprach der Richter, und dabei blieb es.