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25. Das Mittagessen im Hof.
Man klagt häufig darüber, wie schwer und unmöglich es sei, mit manchen Menschen auszukommen. Das mag denn freilich auch wahr sein. Indessen sind viele von solchen Menschen nicht schlimm, sondern nur wunderlich, und wenn man sie nur immer recht kennte, inwendig und auswendig, und recht mit ihnen umzugehen wüßte, nie zu eigensinnig und nie zu nachgebend, so wäre Mancher wohl leicht zur Besinnung zu bringen. Das ist doch einem Bedienten mit seinem Herrn gelungen. Dem konnte er manchmal gar nichts recht machen, und mußte Vieles entgelten, woran er unschuldig war, wie es oft geht. So kam einmal der Herr sehr verdrießlich nach Hause und setzte sich zu», Mittagessen. Da war die Suppe zu heiß oder zu kalt, oder keines von beiden; aber genug, der Herr war verdrießlich. Er faßte daher die Schüssel mit dem, was darinnen war, und warf sie durch das offene Fenster in den Hof hinab. Was that der Diener? Kurz besonnen, warf er das Fleisch, welches er eben auf den Tisch ♦ stellen wollte, mir nichts, dir nichts der Suppe nach, auch in
den Hof hinab, dann das Brod, dann den Wein, und endlich auch das Tischtuch mit Allem, was noch darauf war, auch in den Hof hinab. „Verwegener, was soll das sein?« fragte der Herr, und fuhr mit drohendem Zorn von dem Sessel auf. Aber der Bediente erwiederte kalt und ruhig: „Verzeihen Sie mir, wenn ich Ihre Meinung nicht errathen habe. Ich glaubte nicht anders, als Sie wollten heute in dem Hof speisen. Die Luft ist so heiter, der Himmel so blau, und sehen Sie nur, wie lieblich der Apfelbaum blüht, und wie fröhlich die Bienen ihren Mittag halten." — Diesmal die

