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Stelle sein mögen. Er war es selber nicht gern. „Was ansangen jetzt?" sagte er zu sich selbst. „Umkehren — wo die Kinder lassen ? Weiter fahren — wem bringen?" Thue, was du sollst, sagte endlich Etwas in seinem Inwendigen zu ihm. Willst du die armen Kinder um das Letzte und Einzige bringen, was sie von ihrer Mutter zu erben haben, um dem Wort, das du ihr gegeben hast? Also kniete er mit den unglücklichen Waisen um den Leichnam herum und betete mit ihnen ein polnisches Vaterunser. „Und führe uns nicht in Versuchung." Hernach ließ jedes ein Händlein voll Schnee zum Abschied und eine Thräne auf die kalte Brust der Mutter fallen, nämlich, daß sie ihr gerne die letzte Pflicht der Beerdigung anthun wollten, wenn sie könnten, und daß sie jetzt verlassene, unglückliche Kinder seien. Hernach fuhr er getrost mit ihnen weiter auf der Straße nach Petersburg; denn es wollte ihm nicht eingehen, daß der ihm die Kindlein anvertraut hatte, könne ihn stecken lassen, und als die große Stadt vor seinen Augen sich ausdehnte, wie ein Haudercr thut, der auch erst vor dem Thor fragt, wo er still halten soll, erkundigt er sich endlich bei den Kindern, so gut er sich verständlich machen konnte, wo denn der Vetter wohne, und erfuhr von ihnen, so gut er sie verstehen konnte: „Wir wissen's nicht." — Wie er denn heiße? „Wir wissen'S auch nicht." — Wie denn ihr eigener Geschlechtsname sei? — „Charles." Der geneigte Leser will schon wieder Etwas merken, und wenn's der Hausfreund für sich zu thun hätte, so wäre der Herr Charles der Vetter. Die Kinder wären versorgt und die Erzählung hätte ein Ende. Allein die Wahrheit ist oft sinniger, als die Erdichtung. Nein, der Herr Charles ist der Vetter nicht, sondern

