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Der Mond muß sein Licht und Gedeihen von der Sonne empfangen. Eine Hälfte seiner Kugel ist erhellt, die gegen die Sonne gekehrt ist, die andere ist finster. Damit nun nicht immer die nämliche Hälfte hell, und die nämliche finster bleibe, so dreht sich der Mond, wie die Erde, ebenfalls um sich selber, oder um seine Axe, und dem Hausfreund thut die Wahl weh, will er sagen in 29 Tagen und 8 Stunden, oder in 29 und einem halben Tag.
Wenn der Mond in seinem vollen Licht am Himmel erscheint, sieht er bei allem dem kurios aus mit seinem trüben Gesicht und mit seinen helleren und blässeren Flecken. Denn bekanntlich ist die Helle nicht gleichmäßig über ihn verbreitet, sondern ungleichmäßig. Damit hat er die Gelehrten lange Zeit vexirt, und ihnen weiß gemacht, die helleren Theile seien Land, von welchen die Lichtstrahlen wieder zurückprellen, und die dunkleren seien Wasser, welches die Lichtstrahlen verschluckt. Allein mit einem kapablen Perspektiv, wie es in vorigen Zeiten keine gab, bat ein rechtschaffener Sternseher, Namens Schröter, ganz andere Dinge auf dem Mond entdeckt, als Land und Wasser, nämlich auch Land, aber kein Wasser, sondern weite Ebenen, hohe Berge und tiefe Abgründe von wunderbarer Gestalt und Verbindung. Hat er nicht ihren Schatten sogar beobachtet, und wie er sich von Abend gegen Morgen bewegt, verkürzt und verlängert? Hat er nicht zuletzt sogar aus dem Schatten der Berge ihre Höhe ausgerechnet, gleichsam wie ein Exempel aus der Regel de Tri? Die höchsten Berge aus dem Mond sind höher als die höchsten auf der Erde, nämlich 25,000 Fuß. Der Hausfreund hat Respekt vor dem Sternseher, und vor der göttlichen Allmacht, die einem schwachen Menschenkind den Ver-

