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101. Die Planeten.
Bis jetzt haben wir in unsern Betrachtungen über das Weltgebäude unsern Wohnplatz, die Erde, die Sonne und den Mond näher kennen gelernt. Jetzt erheben wir unser Auge zu den leuchtenden Sternen, an denen sich oft das Auge des nächtlichen Wanderers ergötzt. Wer etwa in einer großen Hauptstadt oder in der Nähe derselben gelebt hat, der kann wissen, was eine Illumination ist, und wie herrlich es aussieht, wenn zu Ehren eines großen Herrn in der ganzen Stadt viele tausend kleine Lampen zu gleicher Zeit angezündet werden und brennen. Das Auge kann sich nicht satt schauen, und überall erblickt es etwas Anderes und Schöneres. Aber alle diese irdische Herrlichkeit ist in gar keine Bergleichung zu setzen mit der großen himmlischen Illumination, die in jeder wolkenlosen Nacht zur Ehre des großen Weltenbehcrrschers aus unermeßlicher Höhe herab- flimmert.
Für's Erste müssen wir wissen, daß es zweierlei Arten der Sterne giebt. Denn so sehr sie alle, groß und klein, in der Unordnung unter einander zu stehen scheinen, so behalten doch die meisten derselben Jahr aus Jahr ein ihre nämliche Stellung gegen einander, gehen Jahr aus und Jahr ein in der nämlichen Ordnung mit und nach einander auf und unter, keiner kommt dem andern näher, keiner entfernt sich von dem andern. Jeder von uns, der auch nur Ein Gestirn kennt, den Heerwagen oder den Jakobsstab, der wird's wissen. Wie diese Sterne in seiner Jugend standen, so stehen sie noch, und wo er sie im Sommer oder Winter Nachts um 8 Uhr oder in der Mitternacht zu finden wußte,

