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Farbenkasten und noch viele herrliche Sachen. Als Melanit alles das sah, warf sie sich der Mutter in die Arme und dankte ihr sebr. Am Abend aber dankte sie dem lieben Gott, für das Leben voll Freude.
Wen» Melanie Freundinnen einlud, war ich immer die Hauptperson bei ihren Spielen, und selbst zu Kinderfesten außer dem Hause, erhielt ich gewöhnlich auch eine Einladung. Einmal war ein Kinderball, und ich sollte mitgefühlt werden. Melanie dachte gar nicht an ihren eigenen Anzug. „Dafür wird schon meine Mutter sorgen," sagte sie. Sie wußte wohl, daß wenn ein Kind reinlich angezogen ist, und freundlich aussieht, weder verlegen noch wild und lärmend ist, es allgemein gefallen muß. Es ist ein ganz falsches Sprüchwort: „daß Kleider Leute machen" aber Kleider machen Puppen, und das wußte Melanie sehr wohl.
Die Bonne meinte, ich sollte mein schönes himmelblaues Kleid anlegen. Melanie sagte aber „nein! es sei ja kein großer Ball, und die Kinder wären gewöbnlich alle weiß gekleidet, da würde ich zu sehr abstechen, was mich in Verlegenheit setzen könne, da es sehr peinlich sei, mehr geputzt zu sein als die andern.
Melanie machte sich nun gleich an die Arbeit, und nähete mir ein weißes Innon-Kleid, welches sie mit blauen

