ein Eichenkranz, um die Lenden trug er einen Schur; von Eichenlaub und in der Hand einen jungen ansgewurzelten Tannenbauin."
„Ich zitterte wie Espenlaub n»d betete vor Angst alle Meßgebetlein, die mir einfielen. Der Geist aber sprach: „Martin, merke wohl auf, was ich dir sage, dast es dir einmal frommen mag. ES liegt ein ungeheurer Schatz an Gold und edlen Steinen tief unter der Erde im Brocken verwahrt, den ich seit siebenhundert Jahren hüte. Heute aber wird er wieder gemeines Gut, daß ihn nehmen kann, wer ihn findet. Darum gedenke ich ihn in deine Hände zu geben, denn ich gewann dich lieb, da du auf dem Brocken deine Heerde weidetest. Gehe nach dem Andreasberge und frage nach dem MorgenbrodSthalc. Da wirst du an einen Fluß gelangen, die Düder oder auch Eder genannt. Diesem folge dem Stronie entgegen bis an die steinerne Brücke, bei einer Sägemühle gelegen. Geh' nicht über die Brücke, sondern rechts ab zu einer hohen Steinklippe, die dir entgegensteht. Einen Bogenschuß links von der Klippe wirst du eine eingefallene Grube wahrnehmen. Die Erde räume weg, und du bemerkst eine viereckige Steinplatte.. Hebe dieselbe auf, und es kommt eine steile Treppe zum Vorschein. Dein Grnben- licht mußt du in den Mund nehmen und auf Händen und Füßen Hinunterkriechen. Wem, dir auch die Kniee bluten, so laß dich das nicht kümmern, denn du bist auf dem rechten Wege und wirst endlich in eine geräumige Halle gelangen. Hier bemerkst du drei Thüren, zwei davon stehen offen, aber wage nicht, durch diese einzutreten, denn es ist die eine mit Schlangen gefüllt, und in der anderen stehen die Gebeine des

