ganz besonders schmackhaft und gab dem Ermüdeten wunderbare Kraft und Rüstigkeit; frohgemut schritt er vorwärts.

Kein Haus war weit und breit zu sehen; die große, selten nur wellig anschwellende Ebene mit ihren hier und da zerstreu­ten Bäumen war völlig einsam. Nicht das leiseste Geräusch unterbrach die tiefe Stille.

Wie weit mag's wohl zum nächsten Dorfe sein?" sprach der Wanderer vor sich hin, als langsam die Dämmerung herein­brach.

Eine Stunde noch, und wir sind am Ziel," sprach deut­lich eine Stimme.

Während der Fremde sich verwundert umschaute, ohne in­des jemand zu sehen, fuhr dieselbe Stimme fort:Verlaß' dich auf mich, ich kenne den Weg!"

Jetzt merkte er, daß sie von oben kam, und wie er den Kopf hob, sah er zwei Krähen über seinem Haupte fliegen.

Seltsam," murmelte er und folgte der Richtung ihres Fluges.

Mit der Dunkelheit erreichte er ein Gehöft. Schon von weitem hörte er die Hunde bellen, und als er sich näherte, unter­schied er die Worte:Tritt nicht hier ein! O, er ist geizig, unser Herr; er verweigert dir die Lagerstatt und reicht dir kein Brot!"

Da merkte der Wanderer, daß er die Sprache der Tiere verstand. Trotz ihrer Mahnung ging er aus die Thür des Hauses zu. Da wieherte ein Pferd im Stall, und er verstand: Geh' nicht hinein; er ist sehr reich und geizig, unser Herr. O, wie er mich schindet und mich hungern läßt!" Eine Henne aber, die oberhalb der Krippe auf einer Stange saß und von der Rede des Pferdes und dem eigenen knurrenden Magen