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rastlos Tag und Nacht wandern, um endlich Ruhe zu finden. Doch es zog ihn dahin, wo Sarolta die letzte Bitte an ihn ge­richtet hatte. Um Mitternacht lehnte er die heiße Stirn an die kalten Grabesmauern. Die Schwarzach ächzte und stöhnte.

Ob es wohl Wunder giebt und die Schwarzach aufhören kann zu brausen?" schoß es ihm durch den Kopf.

Er ging zu dem tosenden Falle, und siehe! kaum hinab­gestürzt, verwandelten sich die Wasser und flössen sanft dahin ohne schäumende Wellen, ohne wilde Strudel, friedlich und still. Großäugige Vergißmeinnicht und Benediktenkraut neigten ihre Blüten zu ihnen hinab; er unterschied ihre Köpfchen deutlich im Vollmondglanze.

O Gott!" rief er tief ergriffen,auch mir kann Frieden werden. Ich weiß es, Sarolta lebt!"

Er stürzte zum Gewölbe zurück, nahm sein Handwerkszeug, bohrte und brach einen schmalen Durchgang und zwängte sich endlich hinein. Er rief Saroltas Namen, niemand antwortete; er tastete an den Wänden und am Boden umher, es war nie­mand zu finden. Unter dem Arbeitsgerät befand sich auch ein Licht, er holte es schnell und untersuchte von neuem den düster erleuchteten Raum. Sarolta war fort; an der rechten Wand aber waren Steine herausgerissen, und eine rundliche Öffnung zeigte sich seinem forschenden Blick.

Hier hinaus rettete sie sich!" rief er, bestärkt i» seinem Hoffen,und ich werde sie finden, wo sie auch sein mag!"

Sorglich und kunstgerecht schloß er das Loch, das er selbst gemacht, um sich den Brüder-n nicht zu verraten, und kroch dann durch die neu entdeckte Öffnung. Er gelangte in einen niedrigen Gang und nach mehrstündigem Rutschen und Kriechen endlich ins Freie, in den Wald. Er kannte diesen Teil des