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„Nun, wird's bald?" rief er ungeduldig. „Ich habe schon lange genug gewartet, sollt' ich meinen."
Der herrische und trotzige Ton seines Gegners verletzte und reizte Ferdinand. „Wohlan!" rief er, „wenn Sie's nicht besser haben wollen, so haben Sie!"
Im nächsten Augenblicke krachte der Schuß: das Epaulett auf der linken Schulter des Lieutenants flog in Stücken umher, und mit stolzem Lächeln warf Ferdinand seine Waffe an die Erde. „Getroffen!" sagte er. „Ich denke, erwirb genug haben!"
„Ja, genug!" stammelte Hardinge mit leiser Stimme, taumelte ein paar Schritte rückwärts, und stürzte dann plötzlich zusammen. Erschrocken eilte Ferdinand, dessen ganzer Groll jetzt entflogen war, wie eine Wolke Ranch, auf seinen Gegner zu, sah mit Todesangst, wie ein dicker Blutstrom aus der linken Brust desselben hervorquoll, und rief entsetzt: „O Gott, das war mein Wille nicht! Lieutenant Hardinge, ich beschwöre Sie, sprechen Sie nur ein Wort, fühlen Sie sich sehr schwer verwundet?"
„Tödtlich I" war die schwache Antwort des Armen, der jetzt die Besinnung völlig verlor, und mit gebrochenem Auge, blaß, wie ein Todter, auf den Rasen zurücksank.
„Mein Gott, mein Gott, wie konnte das geschehen, ich war meines Zieles so sicher!" jammerte Ferdinand in aus- brechendem Schmerze, und warf sich neben dem Ohnmächtigen nieder, seine Hände mit Thränen und Küssen bedeckend. Der Wundarzt stieß ihn aber ohne sonderliche Schonung zurück, knöpfte Hardinge's Uniform auf, riß ihm das Hemd von der Brust, und enthüllte eine kleine Wunde, aus der noch immer das Blut rann, wie ein Büchlein. Vernichtet starrte Ferdinand die Wunde an, rang die Hände, bat Hardinge unzählige Male mit hastigen, fliegenden Worten um Verzeihung, und stammelte abgebrochen und wild dazwischen : „Oh, Bob, hätte ich dir gefolgt! Du sollst Gott nicht versuchen, steht geschrieben, und ich Unglücklicher habe Gott

