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selben Regimente mit dem vorigen Sprecher diente. „Man mag wohl über dergleichen Dinge plaudern und schwatzen, wenn man unter guten Freunden ist, von denen man keinen Verrath zu fürchten braucht, aber man darf doch auch nicht vergessen, daß hier zu Lande Wände und Blätter zuweilen Ohren haben."
„Wenn ich das wüßte," rief der Jüngling, der West- more hieß, „wenn ich das wüßte, und jene Ohren erwischen könnte, so würde ich sie gewiß mit dem Säbel abhauen, wie es Petrus jenem Kriegsknecht machte, der die Hand an den Herrn legen wollte. Nein, vor dergleichen Ohren ist mir nicht bange, und ganz frei und laut wiederhole ich, daß Frankreich in Allem, was zur Regierung gehört, wett hinter meinem Vaterlande zurücksteht! Das Volk ist gut, aber die Regierung taugt den Henker nichts!"
„Und doch verdankst du ihr, daß man dich in unserem Regimente angestellt hat," entgegncte Armand ein wenig spitz, während die Andern den kecken Redner mit finstern Augen ansahen. „Schon deshalb solltest du glimpflicher sprechen, lieber Freund!"
Eine rasche, schnell wieder verschwindende Röthe färbte Westmore's Wangen, und heftig sagte er: „Hätte ich gewußt, daß man mir mit dem Degen und dem Epaulett die Freiheit der Rede abkaufen wollte, so würde ich weder Degen noch Epaulett angenommen haben. Ich bin ein Engländer, und Schande über mich, wenn ich nicht immer meine Meinung ausspreche, wie es mir gefällt."
Armand wollte eine eben so heftige Antwort geben, aber ein älterer Offizier kam ihm zuvor, und sagte ernsthaft: „Keinen Streit, Kameraden! Wir kennen einander ja, und wissen, daß Westmore, so wacker er auch sonst ist, doch die Worte, die er spricht, nicht auf die Wagschale zu legen pflegt. Sein Bischen Leichtsinn darf uns nicht böse machen, und überdies sind wir ja unter uns, und haben keinen Vcr- räther zu fürchten. Vergeht Euren Streit, Armand und

