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verhaften zu lassen. Es entstand eine unbeschreibliche Ver­wirrung, welche Ferdinand, wenn er Besonnenheit gehabt hätte, leicht zur Flucht hätte benutzen können. Aber nicht nur die Besonnenheit, sondern auch der Muth und die Kraft der Entschlossenheit fehlten ihm. Er stand da wie gelähmt, die Augen starr auf den niedergeschlagenen Feind geheftet, welcher trotz aller Bemühungen kein Zeichen des Lebens gab.Mörder!" rief ihm sein Gewissen zuMörder!" glitt ihm selbst unbewußt über seine Lippen.OGott, o Gott, was habe ich gethan? Erbarme dich meiner!" stammelte er.

Und Gott erbarmte sich seiner, wie er es schon einmal gethan, als er den Herrn versucht und leichtsinnig seine Kugel auf Hardinge abgefeuert hatte. Dupuis schlug die Augen auf, richtete sich mühsam in die Höhe und richtete einen Blick voll Grimm und Rachsucht auf seinen Gegner, der jetzt, unbekümmert um sich selbst und nurglücklich darüber, daß er in seiner ungebäudigtenLeidenschaft nichteinenMord begangen hatte, freudig aus tiefster Brust aufathmete. Mochte nun Dupuis die Zeichen des Entzückens, welche Ferdinand gab, mißverstehen und sie als Schadenfreude über seine Niederlage deuten, oder war es nur einfach der Durst nach Rache, der ihn beseelte, kurz, er sagte mit matter, aber vor Wuth bebender Stimme:Das sollst du bereuen, Mensch, und bis zu deinem letzten Athemzuge den Augenblick bewei­nen und verwünschen, wo du es wagtest, deine Hand gegen mich aufzuheben! Fort mit ihm!" herrschte er den Polizei- Soldaten zu, die mittlerweile in's Zimmer getreten waren. Führt ihn geschlossen an Händen und Füßen in's Gefäng­niß, und wehe Euch, wenn Ihr ihn entwischen laßt."

Man gehorchte sogleich dem Befehle; Ketten wurden dem unglücklichen Ferdinand angelegt, und am hellen Tage wurde er durch die Straßen in den Kerker geschleppt. Unterwegs begegnete ihm sein Freund Armand, der vor Schrecken über den Anblick Ferdinands bleich wurde.Unglücklicher, was hast du gethan?" rief er ihm zu.