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auf einem fest verwahrten Transportwagen, und um ihn her saßen und lagen noch fünf oder sechs Männer, die ebenfalls dazu verurtheilt waren, ein Leben voll Jammer und Elend auf den Galeeren zu führen. Welch eine Gesellschaft für den unglücklichen Jüngling, der neben diesen Menschen wie ein Engel von Reinheit und Unschuld erschien. Seine Verbrechen waren nur Folge von Leichtsinn und Unbesonnenheit, aber die Verbrechen Jener hätten ein jedes Einzelne den Tod verdient. Laster und Entmenschtheit sprachen aus ihren Zügen, jedes ihrer Worte war eine Lästerung des Höchsten, ein Frevel, ein Fluch, ein abscheulicher Ausdruck voll Frechheit und Bosheit. Ferdinand warf nur einen einzigen Klick auf diese Leute, und die ganze Größe seines Unglücks stand in voller Klarheit vor dem innern Auge seiner Seele. Mit solchen Genossen die ganze Zeit seines Lebens zusammengeschmiedet sein, in engster Gemeinschaft mit ihnen jede» Tag, jede Stunde, jede Minute verleben, ihre engste Berührung ertragen, den Ausbrüchen ihrer Rohheit zuhören zu müssen, ohne das Ohr dagegen verschließen zu können — wie entsetzlich! Wie unendlich schwerer zu ertragen war diese Strafe, als der.Kerker in der Bastille, wo die Unterhaltung mit seiner Spinne ihn fast mit seiner Gefangenschaft aussöhnte! Wo er die Entbehrung freundschaftlichen Umgangs mit Wesen seines Gleichen minder schwer empfand, als den Umgang mit diesen Verbrechern, die nur so wenig Menschliches noch in ihrem Wesen hatten! Einen traurigen, schwer- muthsvollen Blick warf Ferdinand zum Himmel empor, und dann verhüllte er sein bleiches Gesicht mit den Händen, zwischen deren Fingern heiß seine Thränen hervorrieselten, und achtete wenig aus die Verhöhnung seiner schmerzlichen Gefühle, womit seine Leidensgefährten den weichlichen Buben, wie sie ihn nannten, keineswegs verschonten.
Nachdem er den ersten mächtigen Kampf seiner Gefühle bestanden hatte, saß er stunim und in sich versunken da, und kein Stachelwvrt seiner Genossen, kein Spott, kein Aus-

