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euch nicht kümmern, wenn euch der Bast von den Händen herunter geht! Lieber ein Bischen Haut verloren, als das Leben! Sacro tonnoro, da heben sich schon die Wellen und die Wolkenschichte kommt immer unheildrohender herauf! Da! Jetzt ist auch die Sonne dahinter verschwunden und wir sind noch immer drei volle Meilen vom Hafen entfernt. Peitsche, Fran?ois! Die Hunde wollen nicht rudern, wie's scheint! Voran, voran!"

Die Peitsche klatschte, der redselige Kapitän schrie und sprang wie närrisch auf dem Verdecke umher, die Gefange­nen ruderten mit solcher Anstrengung, daß ihnen in der That der Bast von den blutenden Händen ging. Ihr Athem flog, ihre Brust röchelte, die Arme erlahmten schier bei der ungeheuren Abspannung aller Kräfte aber wie ein Vogel flog auch die Galeere über die immer höher gehenden Wellen, und näher und näher winkte der rettende Hafen. Der Sturm aber war doch noch schneller als das flinke Fahrzeug. Brausend schoß er aus dem Westen einher, die Wellen schäumten, wo er über sie hinsauste, und jetzt packte der erste heulende Windstoß das Schiff und legte es mit unwider­stehlicher Gewalt auf die Seite. Zugleich schoßen die Blitze wie feurige Schlangen aus dem düstern Gewölk, das nun den ganzen Himmel umzogen hatte, der Donner grollte erst dumpf aus der Ferne, dann krachte er und knatterte grade über den Häuptern der erschrockenen Mannschaft, die Wellen zischten, sprudelteu und klatschten mit Macht gegen die Schiffswände, die Galeere erzitterte in allen Fugen. Der Kapitän verlor alle Fassung. Eben erst noch so wüthend, stand er jetzt bleich und zitternd am Hauptmaste und starrte wie betäubt in den Aufruhr der Eleinente hinein.

Wir sind verloren!" stammelte er.Dort zeigt sich schon die nahe Felsenküste von Portugal, von der Brandung wie in lauter Schaum gehüllt, und wie Glas wird unser Schifflein dann in tausend Stücke zerspringen! Ich Un­glücklicher!"