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diese, Vater und Svbn, trafen Vorbereitungen zur Nachtruhe. Ich beobachtete Beide. Der Vater ordnete des Kindes Lagerstätte, während der Knabe sich ent­kleidete. Darauf nahm der Vater ein Taschentuch , und band es um des Knaben Kopf. Ich erwartete nun, daß er sich niederlegen werde; allein statt dessen kniete er ruhig nieder, erhob lieblich-kindlich und einfach seine Händchen, und sagte sein Abendgebet her.

Der Vater sehte sich neben ihn und wartete bis zum Schluß. Für ein so junges Kind war es ein langes Gebet, aber es schien wohl aus dem Herze» zu kommen. Ich hörte wohl einzelne Laute seiner lieblichen Stimme, doch die Worte konnte ich nicht verstehen. Welch' eine Scene! Er war von Menschen umgeben, die sich Christen nannten, und sich ohne Gebet niederlegte», oder die, wenn sie auch die Noth­wendigkeit des Gebets erkannten, doch nicht den Muth und den Eifer hatten, in der Kajüte eines Dampfbootes mederznknieen, vor Fremden, die doch auch Christen waren, die Güte und Liebe Gottes zu bekennen und um seinen Schuß zu flehen. Aber da gilt es: wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr in's Himmelreich nicht eingehen.

Das waren die Folgen der Erziehung einer frommen Mutter! Wo war sie jcßt, diese treue Mutter? Wie manchmal mochte ihre liebe Hand auf seinen schönen Locken geruht haben, als sie ihn dieses Gebet lehrte? Das betende Kind, mitten unter einer gedanken­losen, geistlosen Menge, welch' ein rührender Anblick! Es war allein unter diesen Weltlichen dem Himmel nahe! Dank der mütterlichen Liebe, die sein junges Herz so frühe nach dem Himmel hinlenkte. Der Anblick that mir wohl, machte mich besser! Kurz zuvor drängte sich die Menge nach dem oberen Salon, um italienischen Sängern zuzuhören. Doch auf das betende Kind achtete fast Niemand.

Nachdem der kleine Knabe sein Gebet geendet, stand er voit seinen Knieen auf, küßte seinen Vater zärtlich, der ihn dann in's Bett hob. Ich hatte den Wunsch, mit ihnen zu sprechen, wurde aber davon abgehalten. Doch sollte ich den Knaben als Jüngling oder Mann wiedersehen, so werde ich ihm jederzeit

danken für den herrlichen Eindruck, den sein Gebet, sein Beispiel in nur hervorbrachte, und ich werde den Namen der Mutter segnen, die ihn beten lehrte. Daniel 9, 23.

6. Die Moßiiilittcr.

Und bist du Großmama, Trägst du auch eine Haube, Und deine Haare sind weiß, Wie das Köpfchen der Taube.

Dann sißest du müd'

Auf dem Lehnstuhl da,

Und hast auch einen Stock, Wie die Großmama.

Ich bin dann im Himmel Beim Jesuskind Und warte auf dich,

Mein geliebtes Kind!

7. Ein Hos ohne Sonntag.

Ein kleiner Sonntagsschüler spielte eines Tages mit kleinen steinernen Kügelchen vor dem Hause; seine Mutter rief ihm zu:Johannes, man sollte dich dort nicht spielen sehen, weißt du nicht, daß es heute Sonntag ist? Geh in den Hof und spiele da." Mutter!" sagte der Knabe,ist auf dem Hof kein Sonntag?"

Wie du deinen Sonntag zubringst, so bringst du die Woche zu ohne Gott oder mit Gott. Wer am Sonntag nicht mit Gott geht, mit dem gebt Gott auch nicht an den Werktagen. Geh du am Sonntag zu Gott, so kommt er an den Werktagen zu dir. An Gottes Segen ist Alles gelegen.