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antwortete der fromme Knabe, Gott war da und ich selbst, es z» sehen, und ich möchte mich nie bei einer solchen That erblicken." — Ich sah den Knaben an, der diese edle Antwort gegeben. Er war ärmlich gekleidet, schien aber wohl erzogen. Ich dachte bei mir selber, wie da immer zwei sind, unsere Sünde zu sehen: — wir selbst und unser Gott.
24. Der kleine Nobbic.
Der kleine Rob die, erst 2 Jahre und 4 Monate alt, bewies auf seinem Sterbebette, wie lieb er den Heiland habe. „Kommt, Kinder, kommt! rief er am Abend vor seinem Tode, und alle Kinder, die schon zu Bette waren, versammelten sich, um Abschied zu nehmen, in seiner Kammer; er nannte jedes Kind bei Namen, eins nach dem andern, und küßte es; es war ein rührender Auftritt, viele Thränen flössen. Nachdem die Kinder zu Bette gegangen, rief er wiederholt: „Kommt, Kinder kommt, kommt, Kinder kommt!" und wenn die Eltern fragten: Wohin denn? so antwortete er: „in den Himmel." Und indem er auf dem Rücken lag und seine Augen auf die Stubendecke heftete, betete er: Bitte, lieber Gott, nimm Nobbic zu dir." Dazwischen rief er: „Papa, komm, Mama, komm mit in den Himmel! kommt, Kinder, kommt in den Himmel!" Drei oder vier Stunden lang lag er so da, beständig emporschauend, als ob er in den Himmel hineinblickte, und die ganze Zeit laut dieselben Worte wiederholend.
Einmal verlangte er: „Mama, gieb Robbie eine weiße Rose;" man brachte eine rothe, aber die wollte er nicht, und als man eine weiße brachte, roch er daran, sagte: gut, und legte sie wieder weg, und wiederbolte fast immer die obigen Worte — dann immer wieder: Bitte, lieber Gott, nimm Robbie zu dir! bis er nicht mehr sprechen, sondern nur lispeln konnte und endlich sein glimmendes Lebenslicht ausging. — Robbie war sehr nachdenkend und ordnungsliebend, hatte ein liebliches, sanftes Wesen. Er liebte Blumen und Musik sehr. Als
ihn Freunde neckten wegen seiner Blechtrompeten, sagte er: es macht nichts aus, Gott wird Robbie bald Flügel geben, und ich fliege dann in den Himmel und mache dort Musik. Gott hatte ihn schon besonders vorbereitet und sein geistliches Auge geöffnet, die Seligkeit zu sehen, der er sich näherte. Die Stube, in der er starb, schien den Seinen und Freunden ein heiliger Ort zu sein; ein Kind sagte: Mama, ich fürchte mich immer vor den Todten, aber um den kleinen Robbie schien sich eine Herrlichkeit zu verbreiten. — Alle hatten einen unauslöschlichen Eindruck bekommen.
25. Lchiiccbnll.
„Hurrah! wer wird sich um rothe Finger kümmern, und mögen die Zeben zwicken und schmerzen, wer wird sich nicht freuen über einen solchen Schneeball! Hierher, Knaben! mit jedem Schritt über den weißen Grund wird er dicker. Die große Garten-Rolle ist nichts dagegen. Was würde Papa geben, wenn er im Frühjahr eine solche Rolle hatte, um die Gartenwege zu ebnen! Hurrah, Knaben, bierher!" So schrie Jakob, als er, mit einer Hand den Schneeball wälzte und die andere emporhob und den Knaben winkte. Wilhelm und Josepb waren indeß gekommen und schoben mit beiden Händen den Schneeball, während Fanny und Jobanna nebenher gingen, von ihrer Mama geführt, die sich freuete, daß ihre Kinder sich so in der frischen Luft bewegten, Gott preisend, der alle Zeiten für den Menschen angenehm macht. Sie rollten den Schneeball bis zu den Fenstern des Speisesaals. Johanna sagte: „Wie würde sich Einer, der noch nie Schnee gesehen, verwundern, wenn diese große dicke Rolle zerschmilzt," „und," setzte Fanny hinzu, „in wenig Tagen, so groß und dick sie auch jetzt ist, zu Nichts wird." „Das ist nicht wahr," sagte Wilhelm, „sie wird zu Etwas." „Zu Wasser," versetzte sie, „und das ist so viel wie Nichts. „O nein," sagte Johanna, „es ist viel besser als Nichts und sehr nützlich." Da die Anderes sie auslachten, wurde

