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sie ernst und sagte:Denket ihr nicht an die Worte Jes. 55. 10, 11?"Das ist wahr," sagten die andern,daran haben wir nicht gedacht."Ich dachte oft," versetzte Johanna,wenn ich durch die Felder ging im Winter und sie so kabl und wüste sah: das Grüne im Frühling, das Gelbe im Sommer und das Braune im Herbst, das die Fluren bedeckt, sei so sehr schön und köstlich und wo es wohl herkomme; da dachte ich denn, das Schneewasser sinkt in die Erde und nährt die jun­gen Kornpflanzen, und das erinnert mich an die Güte des Herrn, und ich mußte danken und loben."

Du bist ein liebes Mädchen," sagte Wilhelm: ich meinestheils denke, wenige Dinge sind so präch­tig als ein tiefer Schnee: er ist so schön weiß, so weich, er deckt alle Ecken, macht Alles rund und schön, es ist so angenehm auf ihm zu gehen, und für die, die ihn nicht mögen, ist er noch dazu so leicht wegzufegen."

Die Mama bemerkte:Eine solche Kälte mit Wasser anstatt des Schnees würde alle zarten Pflan­zen zerstören; denn der Schnee ist nicht nur weich, er ist auch warm, und nahrhaft für die Erde, und in unserm Klima müssen wir starken Frost haben. Wir können nicht dankbar genug sein für den Schnee wie wir im Frühling, Sommer, Herbst mit dem Psalmisten sagen müssen: Herr, du bist gut und was du thust, ist gut, so müssen wir das auch im Winter thun."

Nun liebe ich meinen Schneeball mehr als je," sagte Jakob; und alle übrigen stimmten ein. Einer aber schlug vor, sowie sie im Hause angekommen, das Kapitel zu lesen, das Johanna anführte; die glücklichen Kinder; sie hatten große Freude und Liebe zur Bibel, in ihr zu lesen war ihnen nichtLast, sondern Lust, und unschätzbar.Ich denke," sagte Johanna, nachdem sie das Kapitel gelesen, ich weiß, was der Herr meint, wenn er sagt: Kauft Milch und Wein ohne Geld, umsonst, Er will uns Alles geben, um was wir Ihn bitten."

Die Mutter sagte, daß wir durch die Barm­herzigkeit des Herrn igib durch den Tod Jesu selig

werden und daß uns Gott mit Ihm Alles schenkt. So waren die Kinder fröhlich im Herrn und Ja­kob sagte:Nun, Herr Schneeball, obwohl du keine Zunge hast, und kein Haupt, so bist du uns doch ein guter Prediger; mußt du nicht thun, wozu du gemacht bist? wässern die Erde, daß sie Frucht bringe, Same dem Sämann und Brod zum Essen gebe?" Die Kinder fühlten sich um so glücklicher, jemehr sie an die Güte Gottes dachten und den Herrn priesen. Wer immer glücklich und froh sein will, der lobe und preise den Herrn in allem und alle­zeit: denn die Erde ist voll der Güte des Herrn.

26. Der Bauer und der Apotheker.

Vor einiger Zeit kam in eine Apotheke ein Bauersmann, um für seine kranke Frau Arznei zu holen. In der Stadt dort herrscht schon lange frecher Unglaube, und auch die einfachste Gottesfurcht wird dort wie ja an manchem Orte noch Pietismus und Jesuitismus geheißen. Auf die Frage des Apothekers:Nun, wie geht's Eurer Frau?" ant­wortete der Bauer:Es geht etwas besser, und ich hoffe, daß sic's, wenn der Herr hilft, durchmacht." Was," sagt der Apotheker,seid ihr auch noch so einfältig? Der Doctor muß helfen! wenn Doctor und Apotheker nicht helfen, so hilft kein Gott." Der Bauer schweigt; der Apotheker bereitet die Arznei. Als sie fertig ist, greift der Bauer in seine Tasche und sagt:Machen Sie mir meine Rechnung, Herr N., über alles zusammen was ich schuldig bin."Das hat ja keine Eile," erwiderte der Apotheker,Ihr werdet noch mehr als einmal in die Apotheke müssen, bis Eure Frau wieder ganz auf dem Platze ist, und dann bezahlt Ihr alles zusammen."Nein, sagte der Bauer, ich will jetzt bezahlen, was ich schuldig bin, denn in Ihrer Apotheke bin ich heute zum letzten Mal gewesen; ein Apotheker, der nicht an Gott glaubt, hat auch kein Gewissen, und zu einem Apotheker, der kein Gewissen hat, habe ich kein Vertrauen." So spricht der Bauer. Der Apotheker erstaunt; der Bauer bezahlt seine Rechnung und hat Wort gehalten.