„Mein braver Ali, vorwärts, vorwärts!" sprach er. „Nur diese Anhöhe noch hinauf, und dann können wir uns mehr Zeit nehmen! Hast so wacker ausgehalten, du gutes Thier! Strenge dich noch einmal an — noch ein letztes Mal, Ali— bald, bald sind wir oben! So recht, so recht, mein guter Schimmel! Wackeres Thier! Läßt deinen König so wenig im Stich, als ich alter Kerl! Recht so, Ali! Und wenn es den letzten Athem kostet, wir müssen durch! Die heillosen Franzosen, die Gott strafen möge, sollen uns nicht erwischen, Ali, absolut nicht! Würde dir schlecht ergehen bei ihnen, Ali! Verstehst ihre Sprache nicht einmal, nicht ihre Louzre's und Sacre’s, und das unvernünftige Volk würd' es dich empfinden lasten mit Sporn und Peitsche! Nein, Ali, nein! In solche Hände sollst du mir nicht fallen, so lange ich es verhindern kann! Du und ich, wir bleiben zusammen, und wenn wir nur erst in den Wäldern sind, dann sollen's die verwünschten parlez-vous fran(;ais wohl bleiben lassen , uns zu finden, so dicht sie uns auch auf der Ferse sind! Vorwärts, Ali! Vorwärts!"
Und immer vorwärts schritt das edle Roß, obgleich seine Flanken arbeiteten wie Windmühlenflügel. Vorwärts schleppte es den kleinen, aber schweren Wagen durch Dick und Dünn, bis es endlich wieder vor einer Anhöhe stand, die, wenn auch nicht sehr hoch, dennoch durch ihr steiles Ansteigen unüberwindliche Hindernisse zu bereiten schien. Der Fuhrmann streichelte und schmeichelte dem Pferde, redete ihm noch zärtlicher zu, als vorher, konnte es aber nicht dazu bringen, sich von der Stelle zu bewegen. Das arme Thier war zu sehr ermattet. Einige Male setzte es an und versuchte, die steile Anhöhe hinan zu kommen — aber es ging nicht, durchaus nicht, die Kräfte reichten nicht mehr aus, nur wenige Schritte ging es vorwärts und dann rollte der Wagen, von dem widerstrebenden Pferde vergebens zurückgehalten, an seine vorige Stelle zurück.
Der Fuhrmann betrachtete mit sorgenvollem Blicke die Anhöhe, den schweren Wagen, das abgetriebene, an allen

