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Gliedern zitternde Thier und ließ dann sein Auge des Weges zurückschweifen, den er gekommen war. Er konnte ziemlich weit zurücksehen und durchforschte mit spähendem Blicke die ganze Straße und jeden Busch, der sie einfaßte, jedes Gehölz, das sich an ihrem Rande hin erstreckte, bis zum äußersten Horizonte. Das Ergebniß seiner Forschungen schien ihn zu befriedigen. Er nickte mit dem Kopfe und murmelte vor sich hin:
„Ja, ja, es wird schon gehen; wir haben den Sacre’s schon einen leidlichen Vorsprung abgewonnen, und der Herrgott wird schon helfen, damit den Spitzbuben der schöne Fang nicht in die Hände fällt. Heute früh waren sie mir noch dicht auf den Fersen, aber jetzt, soweit mein Auge reicht — und es ist noch leidlich scharf — erblicke ich keine von den Blaujacken mehr! Hast Recht, Ali! Können uns wohl eine kurze Rast gönnen! Ruhe dich aus, mein Thierchen! Ruhe dich aus! Mußt noch einen weiten Weg machen, bis wir nach Magdeburg kommen, wo wir allein sicher sind vor den Bougre’s!. Ruhe dich aus, mein Freund! Und wenn wir erst oben sind und der Weg besser wird, holen wir die versäumte Viertelstunde schon wieder ein! Gutes Thier, was du keuchst und schwitzest! Da, komm' her, und friß auch ein wenig — wir wollen das bischen Brod, das ich noch habe, redlich theilen miteinander!"
Aus dem grauen Reitermantel mit den rothen Litzen und Schnüren, der den alten Fuhrmann einhüllte, zog dieser Letztere ein Stück Brod, eben groß genug, um zu einer mäßigen Mahlzeit für einen hungrigen Magen hinzureichen, theilte es in zwei Hälften, legte die eine Hälfte zur Seite auf ein Felsstück, das am Wege lag, und zerbröckelte die andere Hälfte in kleine Stücke, welche er seinem Pferde vorhielt. Das hungrige und abgemagerte Thier fraß mit Begierde aus der Hand seines Herrn und wieherte leise, als ob es ihm dadurch seine Dankbarkeit bezeigen wollte. Sein Herr nahm es auch so auf, denn er klopfte ihm von Neuem den Hals und sagte:

