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schon von Weitem unschädlich zu machen. Aber jetzt sollt Ihr doch auch sehen, was ein alter Preußensoldat kann!"
Kaltblütig legte er seinen Karabiner an die bärtige Wange, ließ die drei Franzosen bis auf fünfzig Schritte herangaloppiren und gab dann Feuer. Als der Schuß krachte, rief er dem Schimmel zu: „Fort!" und schaute dann hinter sich. Einer von den Franzosen war, augenscheinlich getroffen, vom Pferde gestürzt — ein Zweiter stand neben ihm und schien ihm Beistand zu leisten — der Dritte aber sprengte mit geschwungenem Säbel und mit wüthendem Gebrüll hinter dem Wagen her.
„Alles gut!" murmelte der Preuße. „Komm'du nur heran — du und ich machen's mit dem Säbel aus!"
Er legte den Karabiner wieder in's Stroh und zog einen Säbel hervor, dessen blanke Klinge er entblößte. Dann warf er die Lcinendecke vollends zurück, stellte sich aufrecht im Wagen und erwartete so das Herankommen seines Gegners. Kaum ward er von dem Franzosen erblickt, so schoß dieser ein Pistol auf ihn ab und brüllte ihm zu: \_.
„Halte lä, sacre dieu. — Stehen du, Hund verdammter! Du stehen mußt!"
„Wollen sehen," erwiderte der Preuße und lachte grimmig in seinen weißen Bart. „Nur heran, mein Junge!"
Der Franzose kam und führte einen mächtigen Hieb gegen den alten Soldaten, den dieser aber mit einer Leichtigkeit und Kraft parirte, die man seinem alten verwitterten Körper nicht zugetraut hätte. Im gleichen Augenblicke hieb er nach. Wie ein Blitzstrahl durchschnitt die blanke Klinge die Luft und schmetterte so haarscharf auf den Kopf des Franzosen nieder, daß dieser sofort mit dem Ausrufe: „Mou dieu, je suis mort!“ vom Pferde sank.
„Da siehst du nun, Franzose, daß es nicht immer gut ist, wenn man so gar hastig einen geschlagenen Feind verfolgt," sagte der Preuße kaltblütig, und legte seinen Säbel wieder weg, um nach den Zügeln zugreifen. „Ganz todt wirst du wohl nicht sein, und da laß dir denn von deinen Kameraden helfen, weil ich selber nicht die Zeit

