dazu habe. ' Ich muß vor allen Dingen das Eigenthum meines Königs sichern, und somit Adje! Vorwärts, Ali! Geschwind!"

Es bedurfte keines Wortes weiter, um das wackere Pferd zur Eile anzutreiben. Im raschen Trabe flog es dahin, und der alte Preuße ließ es laufen, indem er öfter zurück, als auf den Weg vor sich schaute. Nach einem Weilchen lachte er still in seinen weißen Bart und mur­melte vor sich hin:Ja, ja, hab' es mir wohl gedacht! Zwei liegen nieder und der Dritte vergißt das Verfolgen. Die Reiter thun mir nichts mehr, aber die Infanteristen, wenn sie herankommen und sehen, wie es ihren Kamera­den zu Pferde gegangen ist, werden mir so lange wie möglich auf den Fersen bleiben und mich zuletzt in die­sen Bergen, wo es immer steil auf und nieder geht, doch noch einholen. In ein paar Stunden zwar bricht die Nacht herein aber nein, es geht doch nicht, geht nicht, Ali ist zu marode und hält's keine Stunde mehr aus! Sie würden mich kriegen, und dann, wo würde meine Kriegskasse bleiben, die ich so glücklich bis hierher gerettet habe? Nein, nein, bis nach Magdeburg komm' ich nicht, ohne eingeholt zu werden, und darum, darum müssen wir sehen, wie wir's auf andere Weise anfangen. Hm wenn ja ja wahrhaftig das wäre das Beste ja, ja, das wollen wir thun! He, Ali, noch ein halb Stündchen so fort getrabt, und dann sind mir in Sicher­heit! Ja, ja, das Nest kann nicht mehr weit sein von hier weiß es noch von früher her da hinter der Waldecke muß es liegen wollen doch sehen!"

Ali trabte munter fort, und nach kaum einer Viertel­stunde war die Waldecke erreicht. Der alte Soldat blickte hinter sich nirgend eine Spur mehr von den Fran­zosen. Jetzt, anstatt die Höhe vor sich hinan zu fahren, lenkte er das Pferd vom Wege ab und fuhr eine Strecke mitten in den dichten Wald hinein. Er nahm seinen Weg über Felsen und Geröll, wo die Räder keine oder nur geringe Spur zurückließen, und hielt erst hinter einem eng verschlungenen Dickicht an, das von der Landstraße