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Diese Hieroglyphe schien ihm für seinen Zweck vollkommen genügend, und er selber konnte sich auch gut genug damit zurecht finden; ob es aber einem Fremden gelang, die wahre Bedeutung derselben zu entdecken, das war eine andere Frage. Der alte Dcgenkolb dachte darüber so: „Bleib' ich am Leben, nun denn, so ist's gut; bleib' ich aber nicht am Leben, so werd' ich wenigstens Zeit haben, mein Geheimniß meinem guten Freunde und Kameraden mitzutheilen, und dann reicht das Zeichen aus, daß er sich in der alten Ruine zurechtfindet. Und nun, Ali, wollen wir weiter, denn ich bin hungrig, und du wirst dich auch nach dem Stalle sehnen. Ein bischen Essen und einen Stall wollen mir aber schon finden, denn meine Heimath, das alte, liebe Dörfchen Hohenberg, liegt nicht mehr weit von hier, und die Franzosen sind jedenfalls nach Benkendorf." Noch einen letzten Blick warf er auf die Stelle, wo der Schatz vergraben lag, überstrich die Zeichen am Thurme mit Mörtel, den er schnell berei- teie, schwang sich dann auf's Pferd und ritt langsam aus der Ruine fort an die Stelle, wo er den Wagen verlassen hatte. Hier nahm er seinen Säbel und seinen Karabiner zu sich, schlug dann den Wagen in Stücke, die er über einander schichtete, machte ein Feuer an und setzte die Stücke in Brand. Nicht lange, so war von dem Wagen nichts mehr übrig, als das Eisenwerk und einige rauchende Brände, die er nach allen Richtungen hin zerstreute.
„So!" sagte er, als er damit fertig war, „nun wird kein Mensch wisien, wo der Wagen geblieben ist, und ich brauche nicht zu fürchten, daß er irgend Einem auf die Spur hilft. Man kann immer nicht wissen, was solch ein Wagen zu verrathen im Stande ist. Daß es ein Kasienwagen war, wissen ja die Franzosen, und darum ist Vorsicht doppelt am Platze. Jetzt mögen sie indeß sehen, wo er geblieben ist, und wir, Ali, wir wollen sehen, wo wir ein Unterkommen für die Nacht finden. Die Sonne geht unter, und es ist Zeit, daß wir zur Ruhe kommen!"
Heute mir, morgen dir.
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