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mit stiller Wehmuth zu, reichte ihm noch ein paar Mehl­würmer zum Leckerbissen und sagte dann:Nun fliege hin und geh' nach Süden mit deinen Brüdern, denn mich stehst du hier doch nicht wieder!"

Der Vogel flog leichtbeschwingt davon, setzte sich auf den Zweig einer Birke, zwitscherte noch ein paar Mal und 'chwebte dann raschen Fluges weit über das Thal hinweg.

So werden auch wir diese Stätte verlassen," mur­melte der Knabe vor sich hin,aber nicht so leicht und nicht so vergnügten Herzens wie du, mein kleiner Vogel, der du den ganzen Sommer hindurch mein Gast warst."

Er versank wieder in Nachdenken und blieb, die heiße Stirn gegen die kühlen Scheiben gedrückt, einige Minuten still und unbeweglich stehen. Plötzlich aber wandte er sich rasch um und schritt vom Fenster hinweg in das Zimmer.

Großmutter," sagte er heftig zu einer würdigen, alten Dame, welche blaß und ebenfalls tieftraurig auf einem Lehnstuhle neben dem Marmor-Kamine saß Großmutter, ist es denn wirklich wahr? Müssen wir wirklich dieses Schloß, die Heimath meiner Väter, ver­lassen? Läßt es sich nicht ändern, nicht umgehen? Muß es, muß es wirklich sein?"

Ja, mein Kind, es muß sein, ob es mir gleich das Herz brechen will," entgegnete die Großmutter.Diese Bäume, diese Zimmer, in denen ich als Kind spielte und glücklich war, in denen ich deinen Vater und dich auf­wachsen sah und liebte und behütete, diese Räume müs­sen wir verlassen."

Aber warum, Großmutter? Warum?" riesderKnabe in heftigem Schmerze.Wer kann uns zwingen dazu? Wer gibt dem häßlichen, niederträchtigen Menschen, dem Braun, das Recht, uns aus unserm Eigenthum zu trei­ben? Erkläre mir das, Großmutter, ich bitte dich!"

Später, Severin, mein lieber Knabe," entgegnete die ehrwürdige Frau mit sanfter Trauer.Jetzt bist du noch zu jung, du würdest mich doch nicht verstehen. Und sei nicht zu heftig, mein Kind! Was der Herr uns schickt,