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gehen lassen, und da er ganz genau wußte, daß er die geliehene Summe nach Jahresfrist zurückzahlen konnte — denn er hatte noch ein größeres Kapital, als das erforderliche, bei seinem Freunde, dem Grafen Burgstein, ausstehen —, so sagte er nicht nein, sondern nahm das Geld von jenem Menschen an, stellte ihm die nöthigen Empfangscheine darüber aus und sah sich nun endlich im Besitze der lange ersehnten Grundstücke. Trotz des hohen Preises, den er dafür bezahlt hatte, freute er sich darüber, und nie habe ich ihn so vergnügt und heiter gesehen, als zu jener Zeit. Das Stück Wald war ihm nun nicht mehr im Wege, wenn er aus die Jagd ging, und dn weißt ja selbst, wie sehr er es liebte, mit der Büchse und seinem treuen Hunde die Wälder zu durchstreifen. Die Mühle verkaufte er wieder um ein Spoltgeld, und nun war nicht wieder die Rede von der ganzen Angelegenheit."
„Nur ein einziges Mal wurde ich wieder daran erinnert, und zwar ein Jahr nachher, wo Herr Braun mit seinem Einspänner auf den Schloßhof gefahren kam und mehrere Stunden mit deinem Vater allein blieb. y Ich dachte mir wohl, daß sie Geschäfte mit einander hätten, ja ich vermuthete mit der größten Bestimmtheit, daß beiii Vater dem Menschen das Geld zurückzahlen würde, das er bei dem Ankaufe der Mühle im vorigen Jahre von demselben geliehen hatte. 'Diese Vermuthung war um so gegründeter, als wir wenige Tage vorher Besuch vom Grafen Burgstein gehabt hatten, welchen Besuch ich keiner andern Ursache zuschreiben konnte, als derjenigen, daß Graf Burgstein das entnommene Kapital an deinen Vater zurückzahlen wollte. Und so war es auch ohne allen Zweifel, denn dein Vater selbst sagte gelegentlich, daß er nun mit dem Herrn Braun bald in's Reine kommen würde."
„Als Herr Braun das Schloß wieder verließ, war dein Vater sehr vergnügt, und ich schrieb diese heilere Stimmung natürlich nur dem einen Grunde zu, daß er nun von der drückenden Schuld, die Herr Braun ihm aufgebürdet, befreit sei. Ich wußte ja, wie unangenehm

