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Schuldscheine mit der Unterschrift deines Vaters seien un­zweifelhaft echt, und das Gesetz müsse demnach zu Gun­sten des Mannes entscheiden, der allgemein als ein Geiz­hals und Wucherer bekannt und berüchtigt sei. Ich müsse mich in das Unglück ergeben und die Forderung des Menschen befriedigen."

Diese Forderung, mein lieber Severin, war eine un­geheure. Die Summe, welche dein Vater von dem Men­schen entlehnt hatte, betrug schon viele tausend Thaler, und in den achtzehn oder neunzehn Jahren hatte sie sich, da niemals Zinsen bezahlt worden waren, mehr als ver­doppelt. Es war unmöglich, diese Summe aufzutreibcn, besonders in diesen Zeiten, wo der Ausbruch des Krieges jeden Tag erwartet werden konnte. Unser Gut mußte also verkauft werden. Je näher dieser schreckliche Augen­blick heranrückte, desto höher stieg meine Angst. Noch­mals und nochmals sah ich alle Papiere deines Vaters durch, auch diejenigen, die er in seinem Schreibpulte von Ebenholz aufbewahrte aber ich fand nichts, was Licht in diese traurige Sache hätte bringen können. Es blieb inir nichts übrig, als Ergebung in den Willen des Höchsten."

Der Tag, an dem unsere alte schöne Besitzung ver­steigert werden sollte, kam heran. Was zu erwarten war, trat ein: es fehlte an Käufern, und die Wenigen, die sich eingefunden hatten, wagten es nicht, in diesen unru­higen, kriegerischen Zeiten den vollen Werth für die Be­sitzung zu bieten. Der Advokat Braun wurde der Be­sitzer, gerade für die Schuldforderung, die er beanspruchte, und die kaum die Hälfte dessen betrug, was die Besitzung wirklich werth ist. Nie werde ich das triumphirende Lächeln vergessen, nie den geizigen, wilden Blick befriedigter Habgier, als ihm das schöne alte Herrengut als Eigen­thum zugeschlagen wurde. Nun war er der Besitzer von Hohenberg, und wir nun wir müssen Gott danken, daß wir wenigstens meinen Wittwensitz, das Landgut im Dorfe, noch besitzen, das uns ein anständiges, wenn auch spärliches Einkommen sichert. Jetzt weißt du, mein Kind,

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