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soll es mir doch bleiben als ein Andenken von dem Vater. Auf welche Weise übrigens Gott den Betrug enthüllen wird, das soll mich wundern! Seine Wege sind wunderbar, und Er bringt das Verborgene an's Licht! Ein Betrug aber ist hier verübt worden, darauf will ich mein Leben lassen!"
»Ja, ja, ich kann mich auch nicht von dieser Ueberzeugung trennen," erwiderte die Großmutter nachdenklich. „Jndeß," fügte sie seufzend hinzu, „wie dem auch sei, jetzt bleibt uns nichts Anderes übrig, als Geduld, Ergebung und Hoffnung. Komm', Severin! Mich dünkt, ich höre den Wagen vorfahren, der uns in's Dorf bringen soll. Noch ein Mal laß uns durch die Zimmer gehen, die uns so lange in ihren Mauern hegten, und dann laß uns dem Eindringlinge weichen. Ich möchte nicht gern hier mit dem Manne zusammentreffen, der mir so vielen und schweren Kummer, so große Traurigkeit bereitet hat. Komm', Severin, und leihe mir deinen Arm zur Stütze."
Der Knabe sprang sogleich zu, half der Großmutter sich aufrichten und reichte ihr seinen Arm. In diesem Augenblicke entstand Geräusch auf deni Korridore draußen; eine scharfe, keifende Stimme wurde vernehmbar, und gleichzeitig nahten sich eilige Schritte der Thür, welche hastig aufgerissen wurde. Ein kleiner, verwachsener, häßlicher Mann mit grauem Haar, das unordentlich und struppig über die niedrige Stirn fiel und fast die boshaft funkelnden Augen bedeckte, trat in das Zimmer und sagte mit barschem Tone: „Was soll das heißen, gnädige Frau? Warum lassen Sie die Möbel aus dem Schlosse schaffen? Wir sind doch überein gekommen, daß ich sie übernehmen soll?"
„Gewiß," entgegnete die würdige Matrone mit ruhigem Ernste, „aber noch ist der Preis nicht bestimmt, und es steht mir also frei, aus dem Schlosse mitzunehmen, was mir lieb und werth ist!"
„In Gottes Namen, Alles, nur nicht dieses schwarze Pult!" sagte der Eindringling barsch. „Dieses Palt will ich gerade behalten, und ohne das Pult nützt mir der

