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Gange und Winkel'im Schlöffe, beirrte es ihn nicht, daß er nirgend Licht fand. Er erreichte den Korridor, fand auf den ersten Griff die bezeichnete Thür, klopfte an und trat auf ein mürrisches barsches „Herein!" in das blaue Zimmer. Hier zuerst, seit er das Schloß erreicht hatte, stutzte er; denn anstatt der gnädigen Frau, die er zu finden erwartet hatte, saß am Kamin, in einen schmutzigen, zerrissenen Schlafrock eingehüllt, ein kleiner, verwachsener Mann mit grauem Haar, boshaft funkelnden Augen und einem Geflcht, in deffen scharfen Zügen sich nichts als Härte, Mißtrauen und Falschheit ausprägten.
„Wer ist Er? Was will Er hier?" fragte der Mann, welcher kein Anderer war, als Herr Braun, der neue Besitzer des Schlosses. „Nun, warum antwortet Er nicht? Was hat Er hier noch zu suchen in der späten Stunde? He?"
„Wen ich suche? Nun, wen sonst, als die gnädige Frau!" entgegnete der alte Wachtmeister. „Hier, wurde mir gesagt, werde ich die Herrschaft finden."
Der Advokat lachte boshaft. „Ja, ja, die Herrschaft ist hier, aber die gnädige Frau nicht mehr. Ich bin der Besitzer des Schlosses, mein Freund, und heute habe ich Besitz davon genommen. Die gnädige Frau und der naseweise Junker wohnen unten im Dorfe."
Der alte Degenkolb schrak zusammen, als ob ein Blitz vor ihm niedergeschlagen wäre. „Herr Jesus!" schrie er auf und trat einen Schritt näher — „wie ist denn das zugegangen? Hat denn die gnädige Frau die schöne Herrschaft mit dem Schlosse und Allem verkauft?"
„Was da verkauft! Verkaufen müssen, meinFreund, um die alten Schulden ihres leichtsinnigen Sohnes zu bezahlen, der ein schlechter Wirth und Verschwender war!" sagte höhnisch der Advokat Braun. „Aber was geht das Ihn an, mein Freund? Was kümmert Ihn das, und was will Er hier?"
„Donnerwetter, Kerl!" brach jetzt der alte Wachtmeister zornig los — „und wer ist denn Er, daß Er sich untersteht, meinen alten, lieben, seligen Herrn schlecht zu

