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wie können Sie nur so etwas von mir denken, von mir, dem alten, ehrlichen Braun, der aller Welt so gern gefällig ist und namentlich für Sie, mein trefflicher Herr Te- genkolb, durch's Feuer gehen würde! Sie wissen ja, ich habe immer große Stücke auf Sie gehalten; Sie müfsen's stch noch erinnern!"
„Stille da, Mensch!" sagte streng der alte Wachtmeister. „Hier keine überflüssigen Worte verloren! Mich wird Er nie dumm machen, denn ich habe Ihm in alten Zeiten zu oft und zu tief in die Karten gesehen. Hier gibt's wieder ein Schelmenstück, das Er, Halunke, ausgeübt hat! Warum wäre Er denn sonst so erschrocken gewesen, als Er mich plötzlich erkannte!"
„Erschrocken? Ich?" erwiderte grinsend der Advokat und Schloßherr. „Ist mir nicht eingefallen, lieber, verehrter Freund! Oder nun ja, ja, das war eben, weil ich dachte, Sie wären längst gestorben und begraben, und da glaubte ich Ihren Geist zu sehen! Aber nun die Freude, daß Sie leibhaftig vor mir stehen, Sie selber, die alle kräftige, schöne Gestalt! Ja, ja, Herr Wachtmeister, was Sie doch immer noch für ein schöner Mann sind! Nehmen Sie doch Platz — wollen ein vertraulich Wörtchen plaudern von den alten Zeiten — ein Gläschen Wein trinken! Wie?"
„Zu Gift sollte mir jeder Tropfen werden, den ich von einem Schurken, wie Er, annähme!" sagte der alte strenge Wachtmeister mit Kraft und unverhohlenem Abscheu. „Jetzt keine Winkelzüge mehr, sondern heraus mit der Sprache und gerade, offene Antworten gegeben. Wie ist es gekommen, daß Er, kriechender Halunke, Herr auf dem Schlosse hier geworden ist! Keine Winkelzüge! Denn von hier geh' ich zur gnädigen Frau und will dann schon hären, wie die Sachen stehen! Sagt Er mir nur ein einziges unwahres Wort, so soll Ihn der Henker holen! Er kennt mich! Der alte Degenkolb läßt nicht mit sich spaßen! Nun?"
„Nun, wie wird's gekommen sein?" sagte Braun giftig und warf einen Blick voll grimmigen Hasses auf

