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ihm her, hielt ihn am Mantel fest und gab ihm himmlisch gute Worte, doch wenigstens diese Nacht bei ihm zu bleiben und einen guten Imbiß und ein weiches Lager nicht zu verschmähen.
„Es ist schon so spät," sagte er, „die gnädige Frau ist gewiß erschöpft von der Gemüthsbewegung, und Sie würden sie, wenn Sie noch heute zu ihr gingen, eben so sehr erschrecken, wie mich! Denn wir Alle glaubten, Sie wären todt, weil die Nachricht davon aus Berlin hierher kam."
„So? Nun, das kümmert mich nicht," erwiderte der alte Wachtmeister. „Die gnädige Frau wird nicht erschrecken, sondern sich freuen, daß ich noch am Leben bin; denn sie war immer gütig und herablassend gegen mich. Aus dem Wege, Mann! Keine Stunde, keine Minute will ich länger unter Seinem Dache bleiben, lieber unter'm Himmel, unter'm Galgen schlafen, als bei solchem Schurken! Weg da!"
Da der Advokat ihm noch immer den Weg versperrte, so ergriff ihn der Wachtmeister endlich am Kragen und warf ihn so derb auf die Seite, daß die kleine häßliche Gestalt des Buckligen bis an das entgegengesetzte Ende des Zimmers flog. Dann öffnete der alte Degenkolb rasch die Thür, schmetterte sie hinter sich in's Schloß, und der Advokat hörte seine hallenden Schritte die Treppe hinab und über den Hof hin erschallen. Gleich darauf vernahm er auch den Hufschlag des Pferdes und das Knarren des Thores, welches langsam geöffnet und wieder geschlossen wurde.
„Fest zugemacht das Thor!" schrie der Advokat zum Fenster hinaus seinem Diener zu. „Hörst du, Andreas! Doppelte Riegel vor! Und daß du mir keine Menschenseele mehr einläßt in dieser Nacht, außer wenn ich dir's ausdrücklich anbefehle!"
»Ja, ja, Herr!" ertönte eine Stimme von unten, und klirrend warf der Advokat das Fenster zu.
Unruhig und in sichtlicher, tiefer Aufregung schritt er, die Hände auf dem Rücken gekreuzt, den häßlichen Kops

