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tief zur Brust niedcrgesenkt, die Stirn gerunzelt, die Brauen finster über die Augen herabgezogen, in dem Gemache auf und nieder.
„Die Todten stehen auf!" murinelte er vor sich hin. „Fluch über den Hund, der gerade heute, heute hier ankommen muß. Er muß fort — fort— fort! oder Alles ist verloren! Aber wie? Ja, wie? . . ."
Plötzlich fuhr ein Blitz aus seinen Augen und errichtete sich stramm in die Höhe. „Das geht! Das geht! Nicht auf der Stelle daran zu denken! He, Andreas! Andreas!"
Der gellende Ruf brachte augenblicklich den Diener in's Zimmer.
„Schnell, Andreas!" sagte sein Herr zu ihm, indem ein freundliches Grinse» seine bleifarbenen Lippen verzog — „schnell, sitze zu Pferde und jage, was das Thier laufen will, nach Benkendorf hinüber!"
„Aber da sind die Franzosen, Herr Braun! Sie wis- sen's ja! Ich habe ja deshalb das Thor schließen müssen !" sagte Andreas.
„Ja freilich weiß ich's, und eben deshalb sollst du hinüber!" entgegnete der Advokat rasch und ungeduldig. „Diesen Zettel" — er schrieb schnell einige Zeilen auf ein Blatt Papier — „diesen Zettel übergibst du dem Anführer der Franzosen, wer er auch sei. Auf der Stelle läßt du dich zu ihm führen, Andreas, hörst du? Fürchte nichts, denn es wird dir kein Leid geschehen! Sei treu und eile dich, Andreas! Du weißt wohl, daß ich gute Dienste auch gut zu belohnen weiß. Bis nach Benkendorf ist eine halbe Stunde Wegs — in zehn Minuten kannst du drüben sein, wenn du das Pferd tüchtig aus- greifen läßt — fünf Minuten beim Commandeur, sind fünfzehn — zehn Minuten zurück, sind fünfundzwanzig — Andreas, wenn du in dreißig Minuten wieder hier bist und Alles ordentlich besorgt hast, sollst du zwei blanke Louisd'or bekommen! Und nun fort! Nimm den Braunen, er ist das schnellste Pferd im Stalle! Schone ihn

