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«he er aber eine Erwiderung geben konnte, trat Herr Braun an den Offizier heran und sagte mit seiner gewohnten, kriechenden Geschmeidigkeit: „Mein Herr, es ist ja nur noch ein Kind! Ich glaubte selbst, daß der alte Fuchs, den wir suchen, entwischt ist! Der Wald ist dicht am Hause, und ein Sprung konnte den Preußen retten! Lasten Sie's gut sein! Der Mann ist fort, ohne Zweifel fort!"
„Den Teufel ist er!" rief der Franzose wild. „Sie alter Schurke werden mich nicht bethören! Ich lasse Ihnen Ihr Schloß über dem Kopfe anzünden, wenn Sie uns vergeblich hierher gelockt haben! Fort, coquin! elender Verräther! Und Sie, junger Herr, werden Sie jetzt gestehen oder nicht? Entschließen Sie sich rasch, und zweifeln Sie nicht, daß ich meine Drohung ausführen werde! Gestehen Sie!"
„Ich habe nichts zu gestehen," erwiderte Seoerin stolz.
„Eh bien, ergreift ihn, Soldaten!" brüllte der Franzose, der immer wüthender wurde, seinen Leuten zu. „Laßt die flachen Klingen auf seinem Rücken tanzen, bis er gesteht. Hurtig! Hurtig!"
Die Franzosen stürzten auf Seoerin los, der einen Schrei der Entrüstung ausstieß, während seine alte Großmutter jammernd die zitternden Arme nach ihm ausstreckte. Seoerin stieß mit unverhoffter Kraft die ersten Angreifenden zurück und wehrte sich wie ein Löwe gegen die klebrigen. Aber lange konnte natürlich der Widerstand des Knaben gegen eine solche Uebermacht nicht anhalten. Nach wenigen Augenblicken sah er sich zu Boden gerissen, Säbel blitzten über seinem Haupte, und die Marter des armen Knaben sollte eben beginnen, als blitzschnell die geheime Tapetenthür aufflog, der alte tapfere Wachtmeister mit zornentbranntem Gesicht hervorstürzte und mit einigen Faustschlägen drei oder vier von den Soldaten niederschlug.
„Elende Buben und Feiglinge!" rief er mit Donnerstimme aus — „ist das Euer Ruhm, sich an einem so unschuldigen Knaben zu vergreifen? Psui über Euch!"

