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ehrung auf die würdige Matrone und folgte dann dem Oberst auf den Hof hinab. Nach wenigen Minuten war das Haus von allen unberufenen Gästen geräumt, und der Tactschritt der abmarschirenden Soldaten verhallte in der Ferne. Weinend barg Severin das Gesicht im Schooße der Großmutter, welche segnend und still betend ihre zitternde Hand auf sein lockiges Haupt legte.
„Ruhig, mein Kind !" sagte sie — „der Herr wird schon Alles wohl machen—auf Ihn wollen wir bauen!"
„Der gute, treue Franz! Wenn er nur gerettet wäre!" seufzte der Knabe. „Er ist so treu und brav — seine Gefangenschaft bricht ihm das Herz!"
„Gott wird sein Herz stärken, mein Kind!" erwiderte die Großmutter. „Nicht umsonst hat ihn der Himmel uns zugeführt! Ich zweifle nicht, wir werden ihn wiedersehen und dann wird Gott Alles herrlich hinausführen!"
Die Worte der Großmutter machten einen wunderbaren Eindruck auf Severin. „Du hast Recht," sagte er, indem er aufstand und die Thränen aus seinen Augen wischte. „Gottes Finger ist sichtbar in Allem, was uns heute begegnet ist, und Gott wird sein Werk nicht unvollendet lassen. Hoffnung! Muth! Geduld und Vertrauen! Das sei, was uns kräftige in diesen schweren Tagen!"-
Jünstes Kapitel.
Morgen dir.
Nach einer unruhigen, von ängstlichen Träumen gestörten Nacht wachte Severin in der Frühe des Morgens mit dem Vorsätze auf, einen Gang nach dem Dorfe Ben- kendorf hinüber zu machen, um den alten Wachtmeister noch einmal zu sehen und ihm einige Erleichterungen, vielleicht gar die Freiheit wieder zu verschaffen. Er theilte
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