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seinen Entschluß der Großmutter mit, welche ihn darin bestärkte und ihm ein Röllchen Geld mitgab, um es dem Gefangenen zuzustecken. Außerdem trug sie ihm auf, er möge sich von Franz die schriftliche Erklärung geben lassen, daß er bei der Rückzahlung der Summe, um welche sie von Braun aus ihrem Eigenthum vertrieben worden waren, zugegen gewesen sei. Dies Alles versprach Severin pünktlich zu besorgen und machte sich bei guter Stunde auf den Weg.
Es war noch früh, als er das Dorf erreichte; dennoch ward er mit Schrecken gewahr, daß es bereits wie ausgestorben war. An Spuren, daß die Franzosen da übernachtet hatten, fehlte es zwar nicht, denn übel hatten sie in dem kleinen Dorfe gehaust; aber sie selbst waren verschwunden, schon mit Tages-Anbruch abmarschirt, und Niemand konnte dem bestürzten Severin Auskunft darüber geben, welches das Ziel ihres Marsches sei. Nur die Richtung, welche sie eingeschlagen hatten, wurde ihm mitgetheilt. Von dem Wachtmeister keine Nachricht weiter, als daß er ganz gut behandelt worden sei, daß die empfangene Wunde nicht gefährlich wäre, und daß er, beim Abmärsche auf seinem Schimmel an der Seite des Obersten Senard reitend, ganz ernsthaft, aber doch nicht gerade niedergeschlagen und traurig ausgesehen hätte. Weiter brachte Severin nichts in Erfahrung.
Wenn er genau die Richtung und das Ziel des Marsches gewußt hätte, so wäre er vielleicht den Franzosen nachgeeilt, aber auf's Gerathcwohl umher zu irren, ohne vorher seine Großmutter davon in Kenntniß gesetzt zu haben, das glaubte er doch nicht verantworten zu können. Er kehrte also wieder nach Hause zurück und trat miß- muthig über die getäuschte Erwartung in die Stube.
„Sie sind fort, Großmutter," sagte er, „und Keiner weiß, wohin. Da ist das Geld wieder. Wer weiß, ob Franz je wieder zurückkehrt, und ohne ihn — wie sollen wir beweisen, daß Braun uns betrogen hat?"
„Für das Alles wird Gott sorgen, mein Kind," ent- gegnete die Großmutter. „Ihm wollen wir Alles anheim-
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