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an Alter reifenden Eduard recht gelegen und das frische und zuweilen kecke Wesen gcfiel ihm denn so sehr, daß er meinte, so und nicht an­ders könne das Studiren nur sein und er müsse um jeden Preis der Welt nun auch ein solcher Student werden.

Allerdings hatten die Eltern Eduards ähnliche Pläne mit ihrem Sohne vor. Es sollte durchaus ein gelehrter Mann aus ihm wer­den; der Herr Pastor im Orte gab Lateinisch, Mama parlirte Fran­zösisch , Lehrer für Musik und Sprachen gingen aus und ein. Aber es gibt. wenn auch zum Glück wenige, koch immerhin noch genug Leute, welche vermeinen, dann noch besser für ihre Kinder ge­sorgt zu haben, wenn sie Hab' und Gut zusammenhalten oder auch, wenn sie ihr Eigenthum vermehren, um bei ihrem Ende viel Geld und Gut zu binterlassen. Manches Muttersöhnchen verläßt sich darauf; das Erbe wird angetreten zu seinem Unglücke. Nach Jahr und Tag ist der stolze Erbe fertig und die Welt ist um einen nichtsnutzigen Vagabund reicher. Denn wo sollte ein ernster Trieb zum Lernen, zu einer tüchtigen, geistigen Grundlage, wo ein Herz voller Theilnahme zu finden sein, wenn Gott Mammon der schmählich verzognen, ja solcherweise verrathncn, Kinder Sinn be­rückt bat.

Solch' ein Aelternpaar aber war zum Unglücke unsre Gutsherr- schaft und das Studiren wurde nicht um des Studircns willen vor­genommen, sondern des Scheines vor den Leuten und der Mode wegen. Was nützten dann aber jene Stunden?

Lottchen, die Tochter des Hauses, hatte es vielleicht nach der Meinung Mancher auch recht gut bei solchen Acltcrn. Das heißt, nach dem Ausstehen sprang das Stubenmädben um sie her, putzte, schillerte und schniegelte das Mädchen, die nicht einmal wußte, wie man sich selbst anziehen müsse und der eine Gehilfin unumgäng­lich nöthig war. Kurz, es war in jedem Dinge das Gegentheil