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die Schildwachen der Reformirtcn, die rund um die Stadt her bi- voukkirten. Ob man gleich im Lager von dem Auszuge dieser Unglücklichen benachrichtigt war und den Befehl erhalten hatte, ihnen den Durchzug zu verstatten, so fielen doch im ersten Augenblicke der Ueberraschung einige Flintenschüsse. Die Ordnung wurde aber bald hergestellt und ein von zahlreichem Gefolge umgebener Offizier des königlichen Heeres erschien, um die Pariser vor den Beleidigungen und Beschimpfungen zu schützen, die ihnen sonst gewisse alte Hugenotten nicht erspart haben würden. Man überließ ihnen die Ruinen der ehemaligen Vorstadt Samt-Victor, um dort den Anbruch des Tages zu erwarten, und sobald sie diese in Besitz genommen hatten, erschien auch ein Zug von Marketendern, unter denen sich auch unser alter Bekannter Pistolet befand, um Alle mit Lebensmitteln zu versorgen, die im Stande waren, diese zu bezahlen.
Nun hörte man Freudcngeschrei und zahllose Bitten und Verheißungen; der größte Theil der Flüchtlinge hatte in den Trümmern der Häuser keinen Platz gefunden und lagerte in den Straßen, wo sie sich zänkisch und streitsüchtig zu zeigen begannen. Die Marketender brandschatzten sie ganz unbarmherzig und weigerten sich, denen Kredit zu geben, die nicht augenblicklich bezahlen konnten; vergeblich suchten einige arme Schlucker, die keinen Heller im Vermögen hatten, sie zu rühren. Eine in Lumpen gehüllte Frau warf sich mit drei weinenden Kindern Pistolet zu Füßen, der, von zwei Burschen begleitet, die un- gebcure große Körbe voll Leb'ensmittel trugen, diese an Diejenigen austheilte, die sie gegen Geld oder Kleinodien einzutauschen vermochten.
„O mein guter Herr, erbarmt Euch," flehte sie mit herzzerreißender Stimme, „erbarmt Euch meiner und meiner armen Kinder; wenn Ihr Euch nicht erbitten laßt, werden sie den morgenden Tag nicht mehr erleben. — Nur ein Stückchen Brod für meine Kinder,
Heger. Winterabende. II. . <

