178

Kriegsrath wird sich versammeln und Deine Meinung wird nicht un­beachtet bleiben, denn in unserer Nähe sind noch einige solcher Eisen- köpfe, wie Du einer bist. Nun, wir werden sehen, Laß Dir im Kloster ein Quartier anweisen, denn ich werde Dir bald noch einige Befehle zu ertheilen haben. Was nun diesen jungen Edelmann anbetrifft, fuhr er mit einem freundlichen Blick auf Richard fort, so danken wir ihm aufrichtig für den großen Dienst, den er uns geleistet hat, und wir werden denselben gewiß nicht vergessen. Er mag hier gleichfalls ein Quartier fordern und morgen wollen wir sehen, was wir thun können, um ihm unsere Dankbarkeit zu beweisen. Lebt wohl, Ihr Herren, Gott möge Euch beschützen!"

Er entließ hier mit freudigem Wohlwollen die beiden Abenteurer, die sich tief verneigten. Der Jüngling stolz und froh und voller Hoff­nungen für die Zukunft, dankbar für die Gnade, die der König ihm in Gegenwart so vieler vornebmer Herren erzeigt hatte; Mezeliöres aber bestürzt, traurig und voller Verzweiflung.

Als sie in das Vorzimmer kamen, sagte man ihnen, daß sie im nächsten Gemach von den Damen erwartet würden. Richard forderte Mezeliöres auf, ihn zu denselben zu begleiten.

Nein, Richard," antwortete MezeliöreS sehr ernst,wir müssen uns jetzt trennen und wer weiß, ob es nickt auf immer sein wird! Die Reformation ist verloren; lange habe ich es mir verhehlen wollen, allein ich bin es mir nur zu klar bewußt, der König geht mit dem Plane um, seinen Glauben abzuschwören und früher öder später wird dieß geschehen. Ich weiß, daß man ihn im Geheimen darum quält, und seine Weigerung, die katholische Parthei.mit einem furchtbaren Ecklage zu treffen, ist für mich ein Beweis, daß man ihn endlich dazu bereden wird. Hier habe ich also nichts mehr zu thun. Die Meinung dieses hochmüthigen Biron wird in dem KriegSrathe den Sieg davon tragen und Paris wird vor der blutigen